Wenn die Nase verstopft ist oder der Husten kein Ende nehmen will, ist rasche Linderungen gefragt. Denn die Beschwerden können die Leistungsfähigkeit stark einschränken. Doch welche Maßnahmen sollte man ergreifen, und was besser bleiben lassen?
Wenn die Nase rinnt oder verstopft ist, auf keinen Fall zu stark schnäuzen! Dadurch können Äderchen platzen und zu Nasenbluten führen. Außerdem besteht die Gefahr, dass der Schleim mit den Krankheitserregern in die Stirnhöhlen gelangt. Besser ist es, immer ein Nasenloch zuzuhalten und durchs andere auszublasen.Intakte Schleimhaut für Abwehr wichtigNur eine gesunde Schleimhaut kann Krankheitserreger gezielt abwehren. Deshalb auf ausreichende Befeuchtung achten und zusätzliche Reizung verhindern: Luftfeuchtigkeit in Räumen erhöhen, genügend trinken und aufs Rauchen verzichten.Wenn das „Bellen“ kein Ende nimmtBesonders lästig ist trockener Reizhusten, der meist am Beginn einer Erkältung auftritt. Im Gegensatz zum sogenannten „produktiven Husten“, der als erleichternd empfunden wird, kratzt hierbei ständig der Hals, doch kann man keinen Schleim „auswerfen“. Das quälende Gefühl bleibt bestehen. Betroffene wollen dieses durch besonders kräftiges und wiederholtes Abhusten loswerden, das kann die Situation aber noch verschlimmern.Die Schleimhäute können dadurch nämlich leicht verletzt werden. Es entstehen immer wieder kleine Risse in den Bronchien, welche die Heilung hinauszögern. Außerdem wird die Schleimhaut durch die Mikroverletzungen so irritiert, dass man bereits in kalter oder rauchiger Luft Hustenanfälle bekommt.So funktioniert schonendes Husten Auch wenn es schwerfällt, sollte man dem Reiz nur sanft nachgeben und eine schonende Technik anwenden. Das bedeutet: Betroffene hüsteln am besten in ihre Faust. Dabei sollten sich die Wangen aufblasen.Man kann auch versuchen, den Stoß mit den Lippen „auszubremsen“. So wird eine Art Luftpuffer bis in die Bronchienwände aufgebaut. Dadurch können diese beim Husten nicht aufeinanderprallen und verletzt werden.Den Reiz in Hals und Bronchien lindernUm den Reiz akut ein bisschen zu lindern, ist es auch ratsam, spezielle Lutschtabletten einzunehmen, schluckweise warme Flüssigkeit zu trinken oder, wenn das nicht möglich ist, immer wieder bewusst etwas Speichel zu schlucken. Auch ein Zwiebelsirup kann helfen: Zwiebel klein würfeln und mit einigen Esslöffeln Zucker aufkochen. Ziehen lassen und die Stückchen abseihen. Den Sirup löffelweise zu sich nehmen.