Dion Beljo oder Louis Schaub – wer ist Rapids Königstransfer? Der Rückkehrer weiß, dass „etwas im Entstehen ist“. „Es sind die richtigen Leute am Werk“, so Schaub.
Mit der Verpflichtung von Dion Beljo hat Rapid sein Einkaufsprogramm abgeschlossen. Der kroatische Stürmer – vorerst von Augsburg ausgeliehen, aber mit einer Kaufoption – ist der achte Neuzugang, den Markus Katzer an Land zog. „Ich traue ihm zu, dass er sich bei uns zu einem Torgaranten entwickelt.“ Ist der 1,95-Meter-Hüne, der zweimal für das kroatische Nationalteam auflief, der grün-weiße Königstransfer?Die Rolle muss sich der 22-Jährige mit Louis Schaub ausmachen. Die Erwartungen – vor allem der Fans – sind groß. „Man kann viel reden, wichtig ist, was auf dem Platz passiert“, gibt sich der Rückkehrer verbal gewohnt defensiv. „Aber es wäre schön, wenn ich ein Unterschiedsspieler sein könnte.“ So wie vor seinem Wechsel nach Deutschland 2018. Da schwärmen alle in Hütteldorf noch von seinem Doppelpack bei Ajax Amsterdam. Köln, Hamburg, Luzern, Hannover – keine Station will er missen. „Jeder Schritt hat zu diesem Zeitpunkt gepasst“, sagt Schaub. „Der Aufstieg mit Köln, dann Bundesliga, dank Luzern war ich bei der letzten EURO dabei und bei Hannover durfte ich bei dem Klub spielen, für den mein Vater aktiv war.“ Und in Hannover fühlte er sich wohl, dachte er jetzt nie an einen Wechsel.Im besten AlterAber dann meldete sich Grün-Weiß – womit wurde er gelockt? „Rapid musste man mir nicht schmackhaft machen“, lacht der 29-fache Teamspieler. „Es war immer mein Ziel, eines Tages hierher zurückzukehren.“ Aber warum so früh, bereits mit 29 Jahren? „Ich wollte mir die Chance nicht entgehen lassen. Wer weiß, ob sie noch einmal gekommen wäre. Jetzt bin ich im besten Fußballeralter, kann ich auch noch etwas bewegen.“Ganz ohne Eingewöhnung. Auch die Wohnungssuche fiel weg. „Es fühlt sich an wie nach Hause zu kommen“, unterschrieb Schaub bis 2028. Mit Hofmann, Gartler, Burgstaller und Co-Trainer Kulovits hat er einst gespielt. „Der Kontakt ist nie abgerissen.“ Selbst das Trainingszentrum kannte er bereits. „Es ist viel weitergegangen, ich weiß, dass hier etwas im Entstehen ist.“Der große Unterschied zu seiner ersten Rapid-Ära? „Damals war es in den letzten beiden Jahren (Anm. 2016 bis 2018) sehr unruhig, wurde vom Meistertitel gesprochen. Jetzt sind die richtigen Leute am Werk.“ Seine und Rapids Ziele jetzt? „Das besprechen wir intern“, bremst Schaub. „Aber ich hoffe, dass wir uns mit irgendetwas belohnen können.“ Zunächst aber müssen sich die neuen Spieler integrieren. Schaub kennt schon alles …