Die Initiative „Mehr Grips“ hat am Mittwoch ihr viertes Papier mit Forderungen an Österreichs Politik vorgestellt. Darunter ist etwa ein neunmonatiger verpflichtender Sozialdienst für alle Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sowie Personen mit Aufenthaltstitel bis 25 Jahre.
Dieser soll wie der Zivildienst auch an Stelle des Grundwehrdiensts absolviert werden können. Weitere Vorschläge für „soziale Stabilität“ sind den Fachleuten nach ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr, ein Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr und ein Regelstudium für Lehrende in der Pflege. Zudem müssten die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessert werden, dazu bräuchte es einen Plan für fünf Jahre.Geld für Gewaltprävention„Mehr Grips“ schlug am Mittwoch außerdem eine „taugliche Grundsicherung“ und eine höhere Beschäftigungsquote vor, um Armut zu bekämpfen, sowie Integration ab der „Stunde null“. Österreichs Politikerinnen und Politiker sollten eine „gesamthafte, übergeordnete“ Strategie zu Migration entwickeln. Im Bereich Gewaltprävention bräuchte es weiterhin nationale Aktionspläne und Geld, um diese erfolgreich umzusetzen.Bekannte MitgliederDie Initiative besteht laut Selbstbeschreibung aus „engagierten Menschen.“ Zu Beginn hätten sich etwa 30 Personen zusammengefunden, um „Impulse für eine bessere Politik zu geben.“ Die Gruppe sei überparteilich, die Mitglieder kämen aus unterschiedlichen Fachbereichen. Namhafte Personen sind beispielsweise AMS-Chef Johannes Kopf, WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr und Klimaaktivistin Katharina Rogenhofer.Mitte Mai wurden bereits Ideen zu Ökologie präsentiert, im Juni folgten Vorschläge zu Bildung und digitaler Transformation. Das fertige Konzept wird jeweils den Klubobleuten und zuständigen Abgeordneten übermittelt.