Es wird schwer, aber noch ist alles drinnen! Jakob Schubert legte im Boulder-Teil des Kombinations-Finals der Kletterer leider keine starke, aber eine solide Runde hin. Von Platz fünf aus muss der Tiroler nun im Vorstieg rund 15 Punkte auf eine Medaille aufholen. Schwierig, aber machbar!
Das Schlimmste kommt am Anfang. Beim Bouldern im Kombi-Finale ging es genau mit den zwei Arten von Routen los, die Jakob Schubert gar nicht taugen. Einem koordinativen und einem flachen Boulder.Umso wichtiger und befreiender war es, dass Schubert, der in der Vorbereitung vor allem an dieser Art von Aufgaben gearbeitet hatte, den ersten Boulder schließlich doch noch packte. Da jubelte nicht nur er, sondern auch die zahlreichen österreichischen Fans in Le Bourget. Die 24,5 Punkte waren besonders wertvoll, weil fünf der acht Kletterer hier das Top schafften.Beim zweiten Boulder, bei dem es darum ging, das Gleichgewicht an schmalen Stellen zu halten, war Schubert nah dran, hielt den finalen Griff aber nicht lang genug. Doch auch hier half, dass dieser „Felsen“ so schwierig war, dass keiner ihn löste außer Topfavorit Sorato Anraku sechs Sekunden vor Schluss. So verlor der 33-Jährige nur auf einen seiner Konkurrenten Punkte.Nach starkem Start Punkte liegen gelassenDoch dann wendete sich das Blatt. Schubert schaffte auch den dritten, den sogenannten Kraft-Boulder, nicht, eigentlich seine Spezialrubrik. Hier brachte es der Tiroler sogar leider nur bis zur ersten Zone, verlor dadurch entscheidende Zähler, erhielt nur 4,8 statt der erhofften rund 25. Und selbst gegen diese wurde noch ein Protest eingelegt. Hier hätte er schon fast die Medaille sichern können.Hier der Stand:Schubert knackte leider auch den letzten Geschicklichkeitsspiel-Boulder, bei dem es dreier Sprünge bedurfte, nicht. Dennoch darf der Tiroler weiter auf die Medaille hoffen. Mit 48,4 Punkten lag er nach dem Bouldern auf dem fünften Rang, 14,7 Punkte hinter dem Dritten Toby Roberts. Selbst der Führende Sorato Anraku war nur 19,9 Punkte weg. Wenn Schubert im Vorstieg wieder einmal ein Meisterstück abliefert, ist noch viel drin.Mehr Infos folgen ...