Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat die Vorwahl der Republikanerinnen und Republikaner in New Hampshire gewonnen. Nach der Auszählung von einem Viertel der Stimmen lag er bei 55 Prozent (siehe Video oben). Die frühere Gouverneurin Nikki Haley kam auf 43,5 Prozent. Aufgeben will sie aber nicht.
„Das Rennen ist noch lange nicht vorbei, es gibt noch Dutzende von Bundesstaaten, die noch vor uns liegen. Ich bin eine Kämpferin“, sagte sie 52-Jährige. Ihr Wahlkampfteam hatte noch am Dienstag angekündigt, mindestens bis zum Super Tuesday am 5. März im Rennen zu bleiben. An diesem Tag wird in 16 der 50 US-Bundesstaaten gewählt und etwa ein Drittel der Delegiertenstimmen verteilt. „Sie dreht eine Siegesrunde, dabei haben wir sie so deutlich geschlagen“, kritisierte Donald Trump. Haley sei eine Hochstaplerin, die den Sieg für sich beanspruche.Diese wiederum erklärte, dass eine zweite Amtszeit Trumps nur Chaos über die USA bringen werde. Zuvor zweifelte sie bereits seine geistige Zurechnungsfähigkeit an.Interner Streit bei DemokratenBei den Demokratinnen und Demokraten in New Hampshire hat US-Präsident Joe Biden Prognosen nach gewonnen. Das Ergebnis ist aber eher symbolisch, da die Stimmen bei der Nominierung nicht berücksichtigt werden. Bidens Unterstützerinnen und Unterstützer hatten vor allem aus Imagegründen um Stimmen geworben. Er hat zudem keine ernst zu nehmende Konkurrenz aus der eigenen Partei.Eigentlich hätte der Auftakt den Demokratinnen und Demokraten nach diesmal in South Carolina sein sollen, New Hampshire wollte sich den Status als erster Vorwahl-Staat aber nicht nehmen lassen. Biden hielt sich an die Parteilinie und ließ sich daher nicht auf den Wahlzettel setzen. Wählerinnen und Wähler hatten jedoch die Möglichkeit, seinen Namen selbst einzutragen. Die Präsidentschaftswahl selbst ist Anfang November. Derzeit liegen Trump und Biden in Umfragen gleichauf.