Gründe für einen sogenannten Superwahlsonntag im Juni gibt es viele. Ein „effizienter Wahlkampf“, der nicht in die Sommermonate überschwappt, aber auch Steuerersparnisse würden in diesem Fall winken. Dennoch gibt es warnende Stimmen: Die Gemeinden stünden bei zeitgleichen EU- und Nationalratswahlen vor einem immensen Arbeitsaufwand. „Wenn es hier zu einem Fehler kommt, muss erst recht neu gewählt werden und es wäre niemandem geholfen“, sagt „Krone“-Innenpolitik-Journalist Nikolaus Frings.
Aber was spricht überhaupt für vorverlegte Nationalratswahlen? „Zu glauben, dass der Wahlkampf nicht schmutzig wird, ist ohnehin illusorisch. Der wird so oder so schmutzig,“ prophezeit der „Krone“-Innenpolitik-Journalist im Gespräch mit krone.tv-Moderatorin Jana Pasching, auf die Frage, ob vorverlegte Wahlen nicht auch eine Konfrontationsangst der ÖVP suggerieren würden. Innerhalb der ÖVP erhoffe man sich dadurch nach der Rede von Bundeskanzler Karl Nehammer bessere Chancen als im Herbst.„Man würde nur hudeln“Vor der derzeitig im Herbst geplanten Wahl sind noch U-Ausschüsse vorgesehen, die bereits im Jänner ihre Arbeit aufgenommen haben. „Sollte es wirklich vorgezogene Neuwahlen geben, macht es wirklich wenig Sinn, hier noch etwas vom Zaun zu brechen. Man würde nur hudeln.“ Es gehe tendenziell eher in die Richtung, dass man sagt, man wartet und schließt Bündnisse, dass man die U-Ausschüsse in diesem Fall im Herbst nach einer Wahl nachzieht. Weitere Informationen etwa, weshalb es zwischen Innenminister Gerhard Karner und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner zu einem Ministerduell kommt und wie es um die Neuwahlen in Vösendorf steht, sehen Sie im Video oben.