Kurt Garger, ein ehemaliger Trainer mit beeindruckenden Erfolgen in Österreich, war für eine gesamte Saison bei den Yunnan Flying Tigers in China tätig. Der siebenfache österreichische Meister hat jedoch während seines Aufenthalts in Asien keine nennenswerten Freundschaften geschlossen. Diese Erkenntnis teilte er in einem Gespräch im „Krone“-Podcast „Legionär on air“. Das Fehlen von engen Beziehungen in einem fremden Land, das von einer anderen Kultur geprägt ist, stellte für ihn eine herausfordernde Erfahrung dar.
In dem Podcast reflektiert Garger über die kulturellen Unterschiede, die ihm begegneten, sowie die großen Herausforderungen, mit denen er als Trainer konfrontiert war. Während er als Meister in Österreich großen Respekt und Anerkennung genoss, stellte er fest, dass die Dynamik in der chinesischen Basketballszene ganz anders war. Er musste sich nicht nur an das Spielniveau der asiatischen Liga anpassen, sondern auch an die mentalen und sozialen Unterschiede zwischen den Spielern und der gesamten Umgebung.
Besonders schwierig war für Garger die Sprache, die eine Barriere zu den Spielern und anderen Mitgliedern des Teams darstellte. Obwohl er die Grundlagen der chinesischen Sprache versuchte zu erlernen, fühlte er sich oft isoliert und hatte Schwierigkeiten, eine tiefere Verbindung zu seinen Spielern aufzubauen. Diese Isolation wirkte sich auch auf seine Fähigkeit aus, eine erfolgreiche Teamdynamik zu schaffen und das volle Potenzial der Spieler zu fördern.
Ein weiterer Aspekt, den Garger im Podcast anspricht, ist die allgemeine Einstellung zum Sport und Training in China. Im Vergleich zu den österreichischen Standards stellte er fest, dass die Ansätze für Training und Spielerentwicklung sich stark unterscheiden. Dies bedeutete für ihn, flexibler in seiner Trainingsmethodik zu sein und sich an die unterschiedlichsten Erwartungen und Anforderungen der Spieler anzupassen.
Dennoch ist Garger dankbar für die Erfahrung, da sie ihm nicht nur neue Perspektiven im Basketball eröffnet hat, sondern ihm auch geholfen hat, seine eigenen Grenzen zu erkennen. Er erwähnt, dass solche internationalen Erfahrungen für Trainer und Sportler unglaublich wertvoll sind, um die eigene Komfortzone zu verlassen und in einem globalen Kontext zu wachsen.
Zusammenfassend zeigt sich, dass Garger trotz der Herausforderungen und der Einsamkeit, die er in China erlebte, aus seiner Zeit bei den Yunnan Flying Tigers lernte. Während die Freundschaften ausblieben, war die Saison auch eine wertvolle Lektion in der Anpassungsfähigkeit und der kulturellen Sensibilität im globalen Sport.