Tausende Hoteliers aus ganz Europa haben sich zusammengeschlossen und eine Sammelklage gegen die bekannte Buchungsplattform Booking.com eingereicht. Diese Klage wird von einer Vielzahl von Hotelbetrieben getragen, die erhebliche finanzielle Verluste in den letzten Jahren erlitten haben. Insbesondere in der aktuellen wirtschaftlichen Lage, die durch die COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Rückgang der Tourismuszahlen gekennzeichnet ist, sehen sich viele Hoteliers gezwungen, ihre rechtlichen Optionen zu prüfen, um die finanziellen Einbußen auszugleichen.
Unter den Klägern befinden sich viele österreichische Unternehmer, die sich der Klage angeschlossen haben. Die Beschwerde umfasst diverse Punkte, darunter überhöhte Provisionen, die Booking.com von den Hoteliers verlangt, sowie die monopolartige Stellung der Plattform, die es schwer macht, faire Konkurrenzverhältnisse zu schaffen. Laut den Klageunterlagen haben viele Hotelbetriebe das Gefühl, dass sie unter Druck gesetzt werden, über die Plattform zu buchen, was zu untragbaren finanziellen Belastungen führt.
Die Sammelklage wird von Fachleuten und Anwälten unterstützt, die speziell auf das Wettbewerbsrecht und die Praktiken im Online-Reisevertrieb spezialisiert sind. Die Klage soll klären, ob die Geschäftspraktiken von Booking.com gegen europäisches Wettbewerbsrecht verstoßen und ob die Plattform wettbewerbswidrig handelt, indem sie den Hoteliers unangemessene Bedingungen diktiert. Die betroffenen Hoteliers fordern eine Überprüfung der Buchungsbedingungen sowie eine Reduktion der hohen Provisionen, um eine gerechtere Verteilung der Einnahmen zu gewährleisten.
Die Auswirkungen der Klage könnten weitreichend sein, nicht nur für Booking.com, sondern für die gesamte Branche des Online-Tourismus. Sollten die Kläger in ihrem Vorhaben erfolgreich sein, könnte dies Konsequenzen für ähnliche Buchungsplattformen haben, die ebenfalls unter Verdacht stehen, monopolähnliche Strukturen aufrechtzuerhalten. Experten schätzen, dass eine solche Entscheidung der Gerichte helfen könnte, eine gerechtere und transparentere Marktumgebung für Hoteliers zu schaffen.
Die Hoteliers haben bereits durch verschiedene Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf die Problematik aufmerksam gemacht. Einige von ihnen haben berichtet, dass ihre Gewinne während der Peak-Saison stark zurückgegangen sind, was den Druck auf die Branche weiter verstärkt. In einer Zeit, in der Tourismus wieder an Fahrt gewinnt, sehen viele Hoteliers die Notwendigkeit, sich zu organisieren und ihre Interessen gemeinsam zu vertreten, um ein Gleichgewicht im Markt herzustellen.
Die Sammelklage gegen Booking.com ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen monopolartige Strukturen im Online-Buchungswesen und könnte dazu beitragen, fairere Bedingungen für alle Akteure in der Branche zu schaffen. Dies ist ein aktuelles Thema, das sowohl Fachleute als auch Verbraucher in den kommenden Monaten weiter beschäftigen wird.