Im US-Bundesstaat Orgeon wurde ein Fall von Beulenpest gemeldet. Der Besitzer einer Katze hatte sich bei seinem Haustier mit dem „Schwarzen Tod“ angesteckt.
Im Mittelalter sorgte die Pest für Millionen von Todesopfern in Europa, mittlerweile gehört sie zu den weltweit fast vergessenen Krankheiten. Zum einen, weil die Infektion besonders bei einer frühen Erkennung gut behandelbar ist, zum anderen, weil die heutigen Lebensbedingungen weit hygienischer sind als in der Vergangenheit.Katze infizierte ihren BesitzerAllerdings kommt es hin und wieder doch zu Infektionen mit dem Bakterium Yersinia pestis. So geschehen vergangene Woche im US-Bundesstaat Oregon im Deschutes County. Der betroffene Patient - es ist unklar, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt - wurde sofort isoliert und entsprechend behandelt. Angesteckt hatte sich der oder die Betroffene bei der hauseigenen Katze. Das Tier hatte sich höchstwahrscheinlich bei einem Streifzug draußen angesteckt. Neben Ratten sind auch Präriehunde Wirte jener Flöhe, die das Bakterium befällt. Patient wird behandelt, Katze verstarbEs bestehe kein Grund zur Panik, teilte die lokale Gesundheitsbehörde mit. Es seien keine weiteren Infektionsfälle gemeldet worden. Der Patient wird aktuell weiterhin behandelt und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Die Katze überlebte die Erkrankung leider nicht.In den USA werden jedes Jahr durchschnittlich sieben Pest-Fälle gemeldet - die meisten im ländlichen Westen. 2012 infizierte sich ein Mann, als er ein Nagetier aus dem Maul seiner Katze retten wollte. Er überlebte, verlor aber einige Finger und Zehen an die Krankheit. Ein weiterer Fall wurde im Jahr 2015 dokumentiert, als sich ein Teenager in Colorado beim Jagen ansteckte. Auch vergangenes Jahr wurden zwei Fälle in Colorado bekannt, einer davon verlief laut den Behörden tödlich.