Die UN-Klimakonferenz, die als Weltklimagipfel bekannt ist, wird zum ersten Mal im brasilianischen Regenwald, genauer gesagt in Bélem, dem „Tor zum Amazonas“, stattfinden. Das Event ist für November 2023 angesetzt. Diese Entscheidung, die Konferenz in eine so abgelegene Region zu legen, hat jedoch bereits in der Vorfeld zu massiver Kritik geführt.
Ein zentrales Anliegen vieler Kritiker ist die abgelegene Lage von Bélem, die es internationalen Delegationen erschwert, an der Konferenz teilzunehmen. Die logistische Herausforderung, die mit einer Anreise in eine derartige Region verbunden ist, hat dazu geführt, dass einige Delegationen bereits ihre Teilnahme abgesagt haben.
Ein weiterer Punkt der Kritik sind die exorbitant steigenden Preise für Unterkünfte in Bélem. Diese Preissteigerungen belasten nicht nur die Delegationen, sondern auch die Bevölkerung der Region, die von der internationalen Aufmerksamkeit und dem damit verbundenen Tourismus möglicherweise profitieren könnte. Stattdessen scheinen die hohen Kosten ein Hindernis für viele Teilnehmer zu sein, was die Diversität und Vollzähligkeit der Konferenz gefährden könnte.
Unter den abgesagten Teilnahmeformularen befindet sich auch der deutsche Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der bekannt gab, er werde der Konferenz fernbleiben. Diese Absagen von hochrangigen Persönlichkeiten und Delegationen werfen Fragen auf über die Legitimität und den Erfolg dieser Konferenz, die so wichtige Themen des Klimaschutzes diskutieren soll.
Die Auswahl von Bélem als Veranstaltungsort führt nicht nur zu logistischen Schwierigkeiten, sondern wirft auch Bedenken hinsichtlich der Erreichbarkeit und der Möglichkeit auf, dass die Kritiken der Zivilgesellschaft und von Experten gehört werden. Viele fordern, dass bei solch wichtigen internationalen Treffen auch der Zugang für alle Interessierten sichergestellt ist, um eine vielfältige Diskussion zu ermöglichen.
Abschließend zeigt sich, dass der Weltklimagipfel in Bélem mit mehreren Herausforderungen konfrontiert ist, die das ursprüngliche Ziel der Konferenz, den globalen Klimaschutz voranzutreiben, gefährden könnten. Es bleibt abzuwarten, wie die Organisatoren auf die vorgebrachten Kritikpunkte reagieren und ob sie Maßnahmen ergreifen können, um die Teilnahme und den Erfolg des Gipfels zu gewährleisten.