Shabanali Ahmadi, ein ehemaliger afghanischer Flüchtling, hat in einem offenen Gespräch über seine Flucht nach Österreich sowie über die Herausforderungen und die Bedeutung der Integration gesprochen. Ahmadi betont, dass eine effektive Integration wichtig sei und schlägt vor, dass Flüchtlinge in den ersten zwei Jahren die Chance erhalten sollten, sich in die Gesellschaft einzugliedern. Er steht jedoch auch klar dazu, dass diejenigen, die sich nicht integrieren, abgeschoben werden sollten. Dieser Ansatz zeigt seiner Meinung nach eine klare Linie im Umgang mit Flüchtlingen und betont die Notwendigkeit, die Integration ernst zu nehmen.
Im Gespräch mit Tanja Pfaffeneder, die die Diskussion moderierte, waren auch wichtige Akteure im Bereich der sozialen Verantwortung anwesend. Erich Fenninger, der Direktor der Volkshilfe, und Helmut Lutz, der Geschäftsführer von Malteser Care, teilten ihre Sichtweisen zur Integration von Flüchtlingen und zur gesellschaftlichen Verantwortung. Beide Vertreter hatten konkrete Lösungsansätze parat, die im Alltag umgesetzt werden können, um die Integration von Migranten zu fördern.
Fenninger hob hervor, dass die Integration nicht nur eine Aufgabe der Flüchtlinge selbst sei, sondern auch der Gesellschaft, die ihnen einen Raum bieten muss. Er unterstrich die Notwendigkeit von Bildungsangeboten und Arbeitsmöglichkeiten für Flüchtlinge, um ihnen zu helfen, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und gleichzeitig einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Lutz ergänzte, dass die Hilfe in Notsituationen wichtig sei, jedoch ebenso wichtig sei, den Menschen langfristige Perspektiven zu bieten.
In der Diskussion wurde auch auf die Herausforderungen eingegangen, die mit der Integration verbunden sind. Es wurde betont, dass Sprache eine der größten Barrieren darstellt und hier verstärkt Angebote zur Sprachförderung geschaffen werden sollten. Auch die kulturelle Bildung wurde als wichtiges Element genannt, um das Verständnis zwischen den Kulturen zu fördern und Vorurteile abzubauen.
Zusammengefasst fordern die Gesprächsteilnehmer eine gemeinsame Verantwortung und einen aktiven Ansatz in der Integration von Flüchtlingen. Eine klare Haltung, wie sie Ahmadi vorschlägt, könnte dazu führen, dass Integration nicht nur als Pflicht, sondern als Chance angesehen wird. Mit den verschiedenen Perspektiven von Fachleuten wie Fenninger und Lutz wird deutlich, dass konkrete Maßnahmen und Programme notwendig sind, um den Integrationsprozess zu unterstützen und zu fördern.
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