Die Vereinigten Staaten haben offiziell bekannt gegeben, dass sie sich weigern werden, an einer bevorstehenden turnusmäßigen Überprüfung ihrer Menschenrechtsbilanz teilzunehmen. Diese Überprüfung, bekannt als Universal Periodic Review (UPR), findet am 7. November 2023 in Genf statt. Diese Entscheidung wurde von der US-Botschaft in Genf in einem Schreiben an den UNO-Menschenrechtskommissar Volker Türk kommuniziert.
Die UPR ist ein Mechanismus des UNO-Menschenrechtsrats, der es ermöglicht, die Menschenrechtslage in den Mitgliedstaaten alle vier Jahre zu überprüfen. Ziel ist es, die Staaten zur Verantwortung zu ziehen und sie zu ermutigen, menschenrechtliche Standards einzuhalten sowie bestehende Probleme anzugehen. Die Weigerung der USA, an dieser Überprüfung teilzunehmen, könnte als Signal gewertet werden, dass die amerikanische Regierung entweder mit dem aktuellen Zustand der Menschenrechte im eigenen Land unzufrieden ist oder dass sie nicht bereit ist, sich externem Druck oder Kritik zu stellen.
In dem Schreiben erwähnte die US-Botschaft auch, dass die Entscheidung, die Teilnahme an der UPR abzulehnen, auf verschiedenen politischen und strategischen Überlegungen basiert. Die USA haben in der Vergangenheit oft betont, dass sie sich für die Menschenrechte auf internationaler Ebene einsetzen, jedoch gibt es seit einiger Zeit interne und externe Spannungen bezüglich der Menschenrechtssituation im Land selbst.
Die Verweigerung der Teilnahme an der UPR könnte auch Auswirkungen auf das internationale Ansehen der USA haben. Kritiker befürchten, dass dies den Eindruck erweckt, dass die USA nicht bereit sind, die eigenen Menschenrechtsprobleme anzuerkennen oder sich mit ihnen auseinanderzusetzen. In der Vergangenheit haben andere Länder, die ebenfalls kritisiert wurden, ähnliche Ansätze gewählt, indem sie an wichtigen Überprüfungsmechanismen nicht teilnahmen.
Des Weiteren könnte diese Entscheidung einen Dominoeffekt auf andere Staaten haben. Länder, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, könnten sich ermutigt fühlen, ebenfalls von solchen Veranstaltungen Abstand zu nehmen. Das könnte die Bemühungen der UNO, die Menschenrechte weltweit zu fördern, erheblich behindern.
Die US-Regierung steht unter dem Druck, sich sowohl innerhalb des Landes als auch international für die Menschenrechte einzusetzen. Verschiedene Menschenrechtsorganisationen und Aktivisten haben bereits ihren Unmut über die Entscheidung geäußert. Sie argumentieren, dass eine solche Weigerung nicht nur die Glaubwürdigkeit der USA untergräbt, sondern auch wichtige Gespräche über Menschenrechtsverbesserungen behindert.
Insgesamt ist die Entscheidung der USA, sich der UPR am 7. November 2023 in Genf zu verweigern, ein komplexes und vielschichtiges Thema, das sowohl interne als auch internationale Dimensionen hat. Die zukünftigen Auswirkungen auf die Menschenrechtspolitik der USA sowie deren internationale Beziehungen werden spannend zu beobachten sein.