Generalmajor Peter Vorhofer, Leiter der Direktion Verteidigungspolitik im Bundesheer, spricht im Interview auf krone.at Klartext: „Die Weltordnung ändert sich gerade gewaltig. Wir befinden uns in einer hybriden Kriegsführung, und die läuft außerhalb eines traditionellen Schießkriegs.“
Da gehe es um Cyberangriffe, Desinformationskampagnen und große Lageveränderungen auf der ganzen Welt, so Vorhofer. Problematisch sei dabei auch der Umstand, dass heuer weltweit so viele Wahlen wie noch nie anstehen würden. Das werde die Beeinflussbarkeit von Ländern drastisch erhöhen. Vorhofer: „Die EU-Wahl hat großes Potential zur Beeinflussung. Da kann es im Umfeld viele Desinformationskampagnen geben, die nur schwer zu durchscheuen sind.“„Zahl gewalttätiger Konflikte wird zunehmen“Generell bereite sich das Bundesheer mit vielen Anschaffungen darauf vor, verteidigungsfähig zu werden. Vorgaben dazu finden sich im „Risikobild 2024“. Dort stehen insgesamt 60 Risken für Österreich, von denen acht relevant seien. Vorhofer: „Die Zahl gewalttätiger Konflikte wird eindeutig zunehmen.“Sollte Russland die Ukraine militärisch besiegen, werde das die Sicht des „globalen Süden“, also Südamerika und Afrika, auch die bedeutenden Machtblöcke der Welt verändern. Vorhofer analysiert: „Der globale Süden sieht dann in der russischen Föderation einen durchsetzungsfähigen Partner.“ Das würde in weiterer Folge die Bedeutung des Westens schwächen.Alle weiteren Antworten zur Verteidigungsfähigkeit des Bundesheers sehen sie im Video oben.