Die Einführung des PET-Einwegpfands hat der Mineralwasser-Branche in Österreich deutlich zugesetzt. Bis Ende September 2023 betrug das Absatzminus in der gesamten Branche 12,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieses negative Ergebnis wurde nicht nur durch das Pfandsystem verursacht, sondern auch durch einen überdurchschnittlich bescheidenen Sommer, der traditionell eine wichtige Verkaufszeit für Mineralwasser darstellt.
Besonders betroffen ist der Marktführer Vöslauer, der trotz eines Rückgangs von 7,7 Prozent bei den Absätzen insgesamt ein wenig besser abschneidet als die Konkurrenz. Der Grund für den geringeren Rückgang ist unter anderem ein starkes Plus im Bereich der Mehrwegflaschen. Vöslauer konnte somit nicht nur die negativen Auswirkungen des Einwegpfands etwas abfedern, sondern auch mit einem nachhaltigen Ansatz punkten, der in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Herbert Schlossnikl, der Geschäftsführer von Vöslauer, äußerte sich optimistisch über die zukünftige Entwicklung der Branche. Er prognostiziert, dass es zwei bis drei Jahre dauern könnte, bis das Unternehmen wieder das Absatzniveau von 2024 erreicht. Dies verdeutlicht, dass die Einführung des Einwegpfands eine langfristige Herausforderung für die gesamte Branche darstellt. Die Verbraucher müssen sich zunächst an die neuen Regelungen gewöhnen und ihre Kaufgewohnheiten anpassen.
Insgesamt zeigt die Situation der Mineralwasser-Branche, wie sich gesetzliche Veränderungen direkt auf den Absatz auswirken können. Während einige Unternehmen Schwierigkeiten haben, ihre Verkaufszahlen zu halten, finden andere Wege, sich im Markt zu behaupten und sogar zu wachsen. Die Fragen nach Nachhaltigkeit und Umweltschutz werden in den kommenden Jahren noch weiter an Relevanz gewinnen, sodass Unternehmen gezwungen sind, sich anzupassen und innovative Lösungen zu finden.
Die Reaktionen aus der Branche zeigen, dass viele Unternehmen die Herausforderung annehmen und versuchen, den Wandel aktiv zu gestalten. Der Markt wird in den nächsten Jahren weiterhin im Umbruch sein, und es bleibt abzuwarten, wie Verbraucher und Unternehmen auf die Veränderungen reagieren werden. Die Einführung des PET-Einwegpfands könnte also auch als Gelegenheit gesehen werden, die eigene Strategie zu überdenken und sich auf zukünftige Trends im Bereich Nachhaltigkeit vorzubereiten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Mineralwasser-Branche in Österreich durch die Einführung des PET-Einwegpfands vor große Herausforderungen gestellt wird. Die Absätze sind stark rückläufig, und die Unternehmen müssen Strategien entwickeln, um sich in diesem neuen Marktumfeld zurechtzufinden. Mit einem Fokus auf Mehrweg und nachhaltige Lösungen könnten einige Firmen in der Lage sein, sich besser zu positionieren und vielleicht sogar langfristig von der Nachfrage nach umweltfreundlicheren Produkten zu profitieren.