Die Tourismusreferenten der Bundesländer versammelten sich in Sölden, um mit der ÖVP-Staatssekretärin Susanne Zehetner über dringende Anliegen der Branche zu diskutieren. Diese Zusammenkunft diente als Plattform, um die Herausforderungen und Bedürfnisse der Tourismuswirtschaft zu adressieren, die durch die aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten und die Veränderungen im Reiseverhalten beeinflusst werden.
Ein zentrales Thema der Gespräche war die Forderung nach der Abschaffung der Flugabgabe, die mit 168 Millionen Euro zu Buche schlägt. Diese Abgabe wird von vielen Akteuren der Branche als hinderlich für den Tourismus betrachtet, da sie nicht nur die Reisekosten für Urlauber erhöht, sondern auch die Attraktivität Österreichs als Reise- und Flugdestination beeinträchtigt. Die Tourismusreferenten argumentieren, dass die Beseitigung dieser Abgabe dazu beitragen könnte, mehr internationale Gäste ins Land zu ziehen und somit den wirtschaftlichen Umsatz im Tourismussektor zu steigern.
Des Weiteren wurden in den Gesprächen Anliegen wie die Förderung von nachhaltigem Tourismus, die Verbesserung der digitalen Infrastruktur und die Notwendigkeit von gezielten Marketingmaßnahmen besprochen. Viele der Referenten wiesen darauf hin, dass die Digitalisierung einen entscheidenden Einfluss auf die Kundenakquise hat und Österreichs Wettbewerbsfähigkeit in der internationalen Tourismuslandschaft gefährden könnte, sollte hier nicht zeitnah investiert werden.
Zusätzlich wurde die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern hervorgehoben. Die Tourismusreferenten forderten eine engere Kooperation, um die verschiedenen Herausforderungen, mit denen die Branche konfrontiert ist, effektiver angehen zu können. Besonders in Zeiten von Krisen, wie der COVID-19-Pandemie, sei es wichtig, dass die verschiedenen Ebenen der Regierung zusammenarbeiten, um den Tourismus in Österreich zukunftssicher zu gestalten.
Die Veranstaltung in Sölden zeigte die Dringlichkeit und Vielfältigkeit der Themen auf, die derzeit den österreichischen Tourismus beschäftigen. Die Wünsche und Forderungen, die von den Bundesländern an Staatssekretärin Zehetner herangetragen wurden, spiegeln die Sorgen der Branche wider, die darauf abzielt, eine positive Entwicklung durch geeignete politische Maßnahmen zu fördern. Die nächsten Schritte werden entscheidend sein, um die Weichen für die Zukunft des Tourismus in Österreich richtig zu stellen.