Wolfgang Weiss hat in seinem Buch seine Kindheit festgehalten, die von Trauer und Not geprägt war. Gemeinsam mit seinem Bruder lebt er während seiner frühen Jahre in einem Pflegeplatz in Tirol, wo sie mit schwierigen Bedingungen konfrontiert waren. Die Erfahrungen, die sie in dieser Zeit machten, waren überaus prägend und hinterließen tiefe Spuren in ihrem Leben.
Der Pflegeplatz in Tirol stellte für Wolfgang und seinen Bruder eine herausfordernde Umgebung dar. Die kinderpsychologischen Aspekte und das Fehlen einer stabilen familiären Struktur führten dazu, dass die beiden Brüder oft allein gelassen wurden, eine Situation, die viele Schwierigkeiten mit sich brachte. Die Härte des Alltags in dieser Zeit wurde von Wolfgang in seinem Buch eindrucksvoll beschrieben, wobei er die technischen und emotionalen Herausforderungen, die sie durchlebten, nachvollziehbar schildert.
Im Jahr 1956 änderte sich das Leben der Brüder radikal, als sie die Möglichkeit erhielten, in das SOS-Kinderdorf in Altmünster, Oberösterreich, zu ziehen. Dieses neue Zuhause stellte für die beiden eine Art Neuanfang dar. Das SOS-Kinderdorf bot nicht nur eine sichere Unterkunft, sondern auch eine liebevolle Umgebung, in der die Kinder die Chance hatten, ihre Kindheit neu zu erleben und positive Erinnerungen zu bilden.
Im Kinderdorf erfahren Wolfgang und sein Bruder ein familiäres Umfeld, das sie zuvor nie gekannt hatten. Es gab feste Bezugspersonen, die sich um das Wohl der Kinder kümmerten, und die Kinder wurden ermutigt, ihre individuellen Talente zu entfalten. Wolfgang reflektiert in seinem Buch über die positiven Veränderungen, die das Leben im SOS-Kinderdorf mit sich brachte, und wie diese Erfahrungen ihn und seinen Bruder prägten.
Die positiven Erinnerungen, die Wolfgang aus dieser Zeit mitgenommen hat, stehen im starken Kontrast zu den dunklen Kapiteln seiner frühen Kindheit. Diese Umstellung von einer schwierigen zu einer förderlichen und unterstützenden Umgebung hatte einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Brüder. Während sie im Pflegeplatz in Tirol mit Herausforderungen zu kämpfen hatten, lernten sie im Kinderdorf Solidarität, Freundschaft und Liebe kennen.
Wolfgang Weiss‘ Buch ist somit nicht nur eine Autobiografie, sondern auch ein wichtiges Dokument, das die Erfahrung von vielen Kindern, die ähnliche Schicksale erlitten haben, widerspiegelt. Es erinnert die Leser an die Kraft des Zusammenhalts und der Gemeinschaft sowie an die Möglichkeit, trotz schwieriger Umstände positive Wege zu finden und das Leben neu zu gestalten. Die positiven Erinnerungen aus dem SOS-Kinderdorf haben Wolfgang und seinem Bruder geholfen, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten und sich zu resilienten Erwachsenen zu entwickeln.
Insgesamt zeigt Wolfgang Weiss' Geschichte, wie entscheidend eine liebevolle und verantwortungsvolle Umwelt für die Entwicklung von Kindern ist. Sein Buch inspiriert dazu, das Beste aus Widrigkeiten zu machen und die Hoffnung nie aufzugeben.