Im Jahr 2020, während seiner Amtszeit, erließ der damalige US-Präsident Donald Trump ein Dekret, das den Austritt der Vereinigten Staaten aus insgesamt 66 internationalen Organisationen anordnete. Dieses bemerkenswerte politische Ereignis hatte weitreichende Konsequenzen für die US-Außenpolitik sowie für die Beziehungen zu multilateralen Institutionen weltweit.
Die Entscheidung, aus diesen Organisationen auszutreten, wurde von Trump mit der Begründung getroffen, dass viele dieser Institutionen ineffizient sind und den nationalen Interessen der Vereinigten Staaten nicht dienen. Zu den betroffenen Organisationen gehörten sowohl große Multilaterale wie die Vereinten Nationen (UN) als auch spezialisierte Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und bedeutende Handelsallianzen.
Trump kritisierte oft die finanziellen Beiträge, die die USA leisteten, und stellte die Effektivität und den Nutzen dieser Organisationen in Frage. Seiner Meinung nach sollten die Vereinigten Staaten eine Politik verfolgen, die primär ihre eigenen nationalen Interessen in den Vordergrund stellt, anstatt sich an multilateralen Beschlüssen und Verpflichtungen zu orientieren, die seiner Ansicht nach nicht immer im Einklang mit den amerikanischen Werten standen.
Die Reaktionen auf Trumps Dekret waren gemischt. Unterstützer argumentierten, dass Trump den Mut habe, unpopuläre, aber notwendige Entscheidungen zu treffen, um das Land vor übermäßigen Verpflichtungen in internationalen Gremien zu bewahren. Gegner hingegen befürchteten, dass dieser Schritt die globale Führungsrolle der Vereinigten Staaten schwächen und das Vertrauen in die US-Politik untergraben könnte.
Insbesondere die Entscheidung, aus der WHO auszutreten, wurde von vielen Gesundheitsexperten und politischen Analysten stark kritisiert. Dies geschah zu einem Zeitpunkt, als die Weltmitte der COVID-19-Pandemie stand und Gesundheitsorganisationen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen das Virus spielten. Kritiker waren der Meinung, dass eine Zusammenarbeit und ein Engagement bei internationalen Gesundheitsfragen unerlässlich sind, um globale Probleme effektiv zu bekämpfen.
Die Folgen des Ausstiegs aus diesen 66 Organisationen manifestierten sich in verschiedenen Bereichen. Auf diplomatischer Ebene verloren die USA an Einfluss und mussten sich mit einem Rückgang der internationalen Kooperation und Unterstützung auseinandersetzen. Dies führte dazu, dass viele Staaten, die zuvor auf die USA als führende Stimme in globalen Angelegenheiten vertraut hatten, ihre Ansichten und Strategien überdachten und alternative Allianzen suchten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Trumps Entscheidung, den Austritt aus 66 internationalen Organisationen anzuordnen, ein Wendepunkt in der US-Außenpolitik darstellte. Diese Politik der Isolation und des Nationalismus stellte nicht nur die Stabilität der internationalen Beziehungen auf die Probe, sondern hinterließ auch bleibende Spuren im globalen politischen Gefüge. Der genaue langfristige Einfluss dieser Entscheidung wird sich möglicherweise erst in den kommenden Jahren vollständig entfalten.