Im Dezember 2023 meldeten zwei Unternehmen der Linzer Stiglechner-Gruppe, die bundesweit rund 70 Tankstellen betreibt, Konkurs an. Diese Unternehmen hatten insgesamt 188 Millionen Euro Schulden. Dieser Schritt kommt nicht überraschend, da die Tankstellenbranche in den letzten Jahren mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert war, einschließlich steigender Rohstoffpreise und veränderter Verbraucherpräferenzen.
Nun erreicht die Insolvenz die Stiglechner-Gruppe erneut, und zwar durch eine weitere Firma aus derselben Unternehmensgruppe. Der ehemalige Lieferbetrieb der Tankstellen hat ebenfalls Insolvenz angemeldet. Dies markiert einen weiteren Wendepunkt für die Unternehmensgruppe, die in der Vergangenheit als stabil galt.
Die Insolvenz des Lieferbetriebs wird auch Auswirkungen auf die rund 70 Tankstellen der Stiglechner-Gruppe haben, da diese stark von der zuverlässigen Lieferung von Treibstoffen und anderen Produkten abhängig sind. Experten warnen, dass die Probleme innerhalb der Unternehmensgruppe zur Schließung einiger Tankstellen führen könnten, was wiederum Arbeitsplätze gefährden würde.
Die Ursachen für die finanziellen Schwierigkeiten sind vielfältig. Zum einen haben sich die Marktbedingungen in der Tankstellenbranche verändert, was zusätzlichen Druck auf die Margen ausübt. Zum anderen haben externe Faktoren, wie die aktuelle wirtschaftliche Lage und die sich wandelnde Energiestruktur, die finanziellen Belastungen verstärkt.
Die Gläubiger der betroffenen Unternehmen stehen nun vor der Herausforderung, die ausstehenden Schulden zu begleichen, während sich die Unternehmensgruppe bemüht, einen Plan zur Sanierung zu entwickeln. Es ist unklar, wie viele der betroffenen Tankstellen tatsächlich gerettet werden können und welche Strategien die Unternehmensgruppe verfolgen wird, um sich aus der Krise zu befreien.
Für die Region Linz und die Mitarbeiter der Stiglechner-Gruppe sind dies schwierige Zeiten. Viele Menschen sind besorgt über ihre Arbeitsplätze, während die Entwicklung nun genau beobachtet wird. Die nächsten Schritte der Unternehmensgruppe könnten entscheidend dafür sein, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob es überhaupt eine Überlebenschance für die Stiglechner-Gruppe gibt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Insolvenz eines weiteren Unternehmens innerhalb der Linzer Stiglechner-Gruppe ein besorgniserregendes Signal für die Branche ist. Die finanziellen Schwierigkeiten und die Unsicherheiten, die damit einhergehen, werfen viele Fragen auf, die erst im Laufe der Zeit beantwortet werden können.