In einem aktuellen Bericht zum wirtschaftlichen Ausblick für 2026 äußert sich IHS-Direktor Holger Bonin optimistisch, jedoch mit einer deutlichen Warnung vor anhaltenden Risiken. Bonin prognostiziert eine leichte wirtschaftliche Erholung, hebt aber gleichzeitig die Gefahren hervor, die durch geopolitical Spannungen und eine unberechenbare US-Politik entstehen können. Diese Faktoren könnten maßgeblich die Stabilität und das Wachstum in der kommenden Zeit beeinflussen.
Besonders in Österreich sieht Bonin einen Reformdruck, der durch die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der staatlichen Leistung bedingt ist. Viele Menschen empfinden trotz hoher Abgaben das Gefühl, dass "der Staat nicht mehr liefert". Dieser Unmut könnte die politischen Entscheidungsträger dazu zwingen, dringende Reformen einzuführen, um das Vertrauen der Bürger in die öffentlichen Institutionen zurückzugewinnen.
Bonin betont, dass der prognostizierte Aufschwung für die Wirtschaft auf "tönernen Füßen" steht. Diese Metapher verdeutlicht die Fragilität der Erholung und weist darauf hin, dass verschiedene externe und interne Faktoren schnell zu einem Rückschlag führen könnten. Die Möglichkeit einer Stabilisierung hängt stark von der globalen politischen Lage und der wirtschaftlichen Entwicklung in anderen wichtigen Märkten ab.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Ausblick für 2026 eine Botschaft der vorsichtigen Hoffnung vermittelt, jedoch unbequeme Realitäten und Risiken nicht ignoriert werden dürfen. Der Reformdruck in Österreich und die geopolitischen Unsicherheiten bleiben zentrale Themen, die zukunftsorientierte strategische Entscheidungen erfordern. Während die wirtschaftliche Erholung als positiv wahrgenommen wird, bleibt die Sorge, dass ungünstige Bedingungen die Situation schnell verschlechtern könnten.