In der neuesten Folge von „Message, Macht, Medien“ diskutiert Oberst Markus Reisner vom Bundesheer aktuelle geopolitische Themen und strategische Fragestellungen, die die heutige Welt betreffen. Die Sitzung stattfand in der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt, einem bedeutenden Ausbildungszentrum für Offiziere der österreichischen Streitkräfte.
Ein zentrales Thema, das Reisner anspricht, ist die Frage, ob die Welt bereits mitten in einem globalen Konflikt steckt. Diese Einschätzung wird teilweise durch die angespannten internationalen Beziehungen und ständige militärische Präsenz in Krisenregionen untermauert. Reisner argumentiert, dass verschiedene Faktoren und Konflikte, die weltweit auftreten, zur Annahme führen könnten, dass wir uns in einem neuen Weltkrieg befinden. Die Unterscheidung zwischen traditionellen und modernen Kriegsführungsstrategien ist hier von großer Bedeutung.
Ein weiteres Thema, das Reisner behandelt, ist der Einfluss von Propaganda in der modernen Kriegsführung. Er stellt die provokante Frage, ob Propaganda nicht inzwischen die Rolle herkömmlicher militärischer Taktiken, wie etwa den Einsatz von Panzern, ersetzt hat. In einer Zeit, in der Informationen blitzschnell verbreitet werden, spielt die Wahrnehmung der Öffentlichkeit eine entscheidende Rolle. Reisner argumentiert, dass der Einsatz von Meinungsbildung und Informationen als strategisches Werkzeug im Krieg immer entscheidender wird.
Reisner untersucht auch die geopolitischen Spannungen rund um Öl und den militärischen Eingriff der USA in Venezuela. Er stellt die These auf, dass der Zugang zu Ölressourcen ein entscheidender Faktor hinter dem US-Angriff auf Venezuela gewesen sein könnte. In diesem Kontext diskutiert er die Rolle von Rohstoffen und Rohstoffsicherheit in der internationalen Politik und deren Einfluss auf militärische Entscheidungen.
Ein weiterer wichtiger Punkt in der Diskussion ist die Notwendigkeit einer Verlängerung des Grundwehrdienstes in Österreich. Reisner plädiert für diese Maßnahme, um die militärische Einsatzbereitschaft und die Verteidigungsfähigkeit des Landes zu gewährleisten. Er sieht eine langfristige Verpflichtung zur Stärkung der Streitkräfte als erforderlich an, um sowohl auf interne als auch externe Bedrohungen angemessen reagieren zu können. Diese Überlegungen stehen im Kontext ähnlicher Diskussionen, die in vielen europäischen Ländern über die Rüstungsfähigkeit und Verteidigungspolitik geführt werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Oberst Markus Reisner in dieser Folge von „Message, Macht, Medien“ ein breites Spektrum an Themen anspricht, die für die aktuelle sicherheitspolitische Lage von Bedeutung sind. Die Theresianische Militärakademie bietet dabei den passenden Rahmen für diese wichtigen Gespräche, die es ermöglichen, laufende Entwicklungen besser zu verstehen und mögliche Handlungsansätze zu erörtern.