Am Montag haben die Arbeiterkammer (AK) und das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) in einer gemeinsamen Sitzung über die Herausforderungen und Möglichkeiten diskutiert, ältere Menschen länger im Arbeitsleben zu halten. Diese Diskussion ist besonders relevant, da die demografische Entwicklung in vielen Ländern dazu führt, dass die Bevölkerung älter wird und der Bedarf an Arbeitnehmern in der nächsten Zeit zunehmen wird.
Beide Institutionen waren sich einig, dass sowohl die Arbeitnehmer als auch die Unternehmen Verantwortung übernehmen müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Eine zentrale Erkenntnis der Besprechung war, dass ältere Arbeitnehmer oft wertvolle Erfahrungen und Kenntnisse in ihren Arbeitsfeldern mitbringen, die für Unternehmen von unschätzbarem Wert sein können. Daher wäre es vorteilhaft, diese Erfahrung in den Arbeitsprozess zu integrieren, anstatt diese Arbeitnehmer frühzeitig in den Ruhestand zu schicken.
Ein weiterer wichtiger Punkt war die Notwendigkeit von flexiblen Arbeitszeitmodellen, die es älteren Menschen ermöglichen, ihre Arbeit besser mit den Anforderungen ihres Alters zu vereinbaren. Dazu gehört auch die Förderung von Teilzeitarbeit und Homeoffice-Möglichkeiten, die es älteren Arbeitnehmern erleichtern könnten, berufliche Verpflichtungen und private Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen.
Die AK und das Wifo betonten auch die Wichtigkeit von Weiterbildungsangeboten, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Arbeitnehmer zugeschnitten sind. Durch lebenslanges Lernen können ältere Arbeitnehmer ihre Fähigkeiten aktualisieren und somit ihre Beschäftigungsfähigkeit bis ins höhere Alter erhalten. Unternehmen sollten hier eine aktive Rolle spielen und entsprechende Schulungen und Programme anbieten.
Des Weiteren wurde die Bedeutung einer altersfreundlichen Unternehmenskultur hervorgehoben. Eine positive Einstellung gegenüber älteren Arbeitnehmern kann dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und ein harmonisches Arbeitsumfeld zu schaffen. Hier sind auch gesetzliche Rahmenbedingungen gefragt, die eine Gleichbehandlung und Diskriminierungsschutz gewährleisten.
Insgesamt sind sich AK und Wifo einig, dass die Integration älterer Menschen in den Arbeitsmarkt nicht nur eine Aufgabe der Arbeitgeber, sondern auch ein gemeinsames Anliegen der Gesellschaft ist. Es sind unterschiedliche Maßnahmen notwendig, um eine nachhaltige Beschäftigung älterer Arbeitnehmer sicherzustellen und die Vorteile ihrer Erfahrung und Fähigkeiten zu nutzen.