Donald Trump, der am 20. Januar 2025 als 47. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wurde, machte in seiner Siegesfeier während der Wahlnacht das Versprechen eines „goldenen Zeitalters“ für die Amerikaner. Ein Jahr nach seiner Amtseinführung stellt sich die Frage: Welche seiner zahlreichen Versprechen hat er tatsächlich erfüllt und welche Ziele blieben unerreicht? In diesem Artikel zieht Krone+ eine Bilanz seines ersten Amtsjahres.
In den ersten Monaten seiner Präsidentschaft konzentrierte sich Trump auf die Umsetzung seiner Kernversprechen, die während seiner Wahlkampagne im Vordergrund standen. Besonders hervorzuheben ist seine Agenda zur Steuerreform, die darauf abzielte, die Steuerlast für Mittelklassefamilien zu senken und Unternehmen zu entlasten. Nach intensiven Verhandlungen konnte Trump eine umfassende Steuerreform einführen, die in den ersten Quartalen eine spürbare wirtschaftliche Entlastung für viele Amerikaner brachte.
Ein weiteres zentrales Anliegen Trumps war die Innenpolitik, insbesondere in Bezug auf die amerikanische Infrastruktur. Er versprach, milliardenschwere Investitionen in Straßen, Brücken und öffentliche Verkehrsmittel zu tätigen. Trotz einiger Fortschritte bei lokalen Infrastrukturprojekten bleibt die Umsetzung seines nationalen Infrastrukturplans hinter den Erwartungen zurück. Kritiker bemängeln, dass die notwendigen legislatorischen Maßnahmen nicht rechtzeitig verabschiedet wurden, was zu Verzögerungen bei vielen wichtigen Projekten führte.
Im Bereich der Außenpolitik legte Trump den Fokus auf eine stärkere nationalistische Ausrichtung. Er setzte sich dafür ein, Handelsabkommen neu zu verhandeln, um die amerikanische Industrie zu schützen und Arbeitsplätze zurück ins Land zu holen. Dies führte zu Spannungen mit mehreren Handelspartnern, wobei der Konflikt mit China besonders hervorstach. Die Einführung neuer Zölle und die Radikalisierung der Handelsbeziehungen haben das Ziel, die amerikanische Wirtschaft anzukurbeln, jedoch auch Verunsicherung auf globaler Ebene ausgelöst.
Die Gesundheitsversorgung war ein weiteres zentrales Thema in Trumps Agenda. Er versprach, die Gesundheitskosten zu senken und das Gesundheitssystem zu reformieren. Bislang wurden jedoch keine signifikanten Fortschritte bei der vollständigen Abschaffung oder Reformierung von „Obamacare“ erzielt, was viele seiner Anhänger enttäuscht hat. Der Zugang zu Gesundheitsdiensten bleibt für viele Amerikaner ein dringendes Problem, insbesondere in ländlichen Gebieten und unter einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen.
Besonders in den letzten Monaten hat Trump jedoch auch mit einer Reihe von Kontroversen zu kämpfen. Der Umgang mit sozialen Themen, insbesondere in Bezug auf Rassismus und Ungleichheit, hat große öffentliche Proteste ausgelöst. Kritiker werfen ihm vor, eine gespaltene Gesellschaft zu fördern, ohne ausreichende Maßnahmen zur Förderung des sozialen Friedens und der Gerechtigkeit zu ergreifen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Trump im Laufe des ersten Jahres seiner Präsidentschaft sowohl Erfolge als auch Rückschläge erlebt hat. Während er einige seiner wirtschaftlichen Versprechen umsetzen konnte, bleiben viele seiner ambitionierten Ziele unerreicht. Der Weg zur Schaffung des „goldenen Zeitalters“ scheint also noch lang und steinig zu sein. Die nächsten Monate und Jahre werden zeigen, ob Trump in der Lage ist, sein Wahlversprechen zu erfüllen oder ob die Erwartungen seiner Wähler enttäuscht werden.