Am Donnerstagabend, dem 20. Oktober 2023, haben sich die Staats- und Regierungsoberhäupter der Europäischen Union zu einem Sondergipfel zum Thema Grönland getroffen. Der Gipfel fand in Brüssel statt und sollte die strategischen Beziehungen der EU zu Grönland und den Auswirkungen von geopolitischen Entwicklungen beleuchten.
Ein zentrales Thema des Gipfels war die Notwendigkeit für die EU, sich stärker von den USA und insbesondere von dem damaligen Präsidenten Donald Trump abzugrenzen. Die Staats- und Regierungschefs äußerten Bedenken über die aktuellen politischen Entscheidungen der US-Regierung und deren Auswirkungen auf die internationale Zusammenarbeit. Man war sich einig, dass die EU eigenständigere Entscheidungen treffen und nicht von den politischen Launen der USA abhängig sein sollte.
Trotz dieser Bestrebungen stellte der Gipfel jedoch keine konkreten Maßnahmen oder Resolutionen vor. Das Fehlen von konkreten Beschlüssen wurde von einigen Teilnehmern als Zeichen für die Komplexität der momentan bestehenden diplomatischen Beziehungen interpretiert. Dennoch war die Atmosphäre von der Entschlossenheit geprägt, die Zusammenarbeit mit den USA nicht vollständig abzubrechen.
Die Spitzenpolitiker der EU betonten, dass eine Balance zwischen Unabhängigkeit und Zusammenarbeit gefunden werden müsse. Es wurde klar, dass die EU weiterhin auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit den USA setzen möchte, dabei aber auch ihre eigenen Interessen und Werte Verteidigen sollte. Die Gespräche über die zukünftige Ausrichtung der EU in Bezug auf Grönland und die amerikanische Politik sind zwar vielversprechend, erforderten jedoch weiteren Austausch und tiefere Gespräche.
Abschließend lässt sich festhalten, dass der Grönland-Sondergipfel keinen Durchbruch brachte, jedoch wichtige Gespräche über die geopolitischen Herausforderungen und die künftige Rolle der EU im globalen Kontext angestoßen hat. Die Staats- und Regierungsoberhäupter hoffen, dass sich in der Zukunft eine stärkere Einheit in der EU herausbildet, um den Herausforderungen der internationalen Politik gewachsen zu sein.