Max Kloger, der Vorsitzende der Industriellenvereinigung in Tirol, äußert Bedenken hinsichtlich der aktuellen Maßnahmen der Regierung zur Unterstützung der Industrie. Er zeigt sich zwar grundsätzlich erfreut darüber, dass die Regierung aktiv werden möchte, kritisiert jedoch die mangelnde Konkretheit der geplanten Industriestrategie. Seiner Meinung nach sind die aktuellen Ansätze nicht ausreichend ausgearbeitet, um den spezifischen Bedürfnissen der Industrie gerecht zu werden.
Ein zentraler Punkt von Klogers Kritik ist die zeitliche Verzögerung der Maßnahmen. Er ist der Ansicht, dass die Interventionen der Regierung zu spät kommen, um der Tiroler Industrie bedeutende Impulse zu verleihen. Die Industrie benötigt schnelle und effektive Lösungen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den Herausforderungen, die durch wirtschaftliche Veränderungen und die globale Konkurrenz entstehen, proaktiv zu begegnen.
Des Weiteren betont Kloger, dass die Regierung klare, umsetzbare Pläne entwickeln muss, um die Industrie in Tirol über die nächsten Jahre hinweg nachhaltig zu unterstützen. Diese Pläne sollten nicht nur die aktuellen Herausforderungen angehen, sondern auch zukunftsorientierte Ansätze enthalten, um langfristiges Wachstum und Innovation zu fördern. Ein strategischer Fokus auf technologische Entwicklungen und die Anpassung an neue Marktbedingungen seien dabei entscheidend.
In diesem Kontext ruft Kloger die Regierung dazu auf, den Dialog mit der Industrie zu intensivieren. Ein enger Austausch zwischen den Entscheidungsträgern und den Unternehmern sei notwendig, um ein besseres Verständnis für die tatsächlichen Bedürfnisse der Industrie zu gewinnen. Nur durch eine enge Zusammenarbeit könne sichergestellt werden, dass die geplanten Maßnahmen effektiv und zielgerichtet sind.
Abschließend warnt Kloger davor, dass ohne eine klare und zielgerichtete Industriestrategie Tirols wirtschaftliche Zukunft gefährdet sein könnte. Die Herausforderung liege nicht nur im Erhalt der bestehenden Arbeitsplätze, sondern auch in der Schaffung neuer, zukunftssicherer Arbeitsplätze, insbesondere in Schlüsselindustrien. Ein entschlossener und kooperativer Ansatz zwischen der Regierung und der Industrie könne dazu beitragen, Tirol als attraktiven Standort für Investitionen und Innovationen zu positionieren.