In einem aufschlussreichen Gespräch mit der „Krone“ äußert Alois Rainer, der Sprecher der österreichischen Wirte, deutliche Kritik an der aktuellen Arbeit der Bundesregierung. Er hebt hervor, dass der Druck auf die Gastronomie, insbesondere durch bürokratische Hürden, stetig zunehme und dass hier dringend Handlungsbedarf besteht.
Rainer betont, dass die österreichische Gastronomie unter der Last der Bürokratie leidet und dass die ursprünglich angestrebten Deregulierungen bisher nicht in der gewünschten Weise umgesetzt wurden. Besonders die Arbeit von Sepp Schellhorn, dem Staatssekretär für Deregulierung, wird als unzureichend eingeschätzt. Laut Rainer ist eine nachhaltige Entlastung der Wirte und eine Stärkung der Branche nur möglich, wenn die Bürokratie effektiv abgebaut wird.
Des Weiteren führt Rainer aus, dass die vielen Vorschriften und Regularien nicht nur die Betriebe belasten, sondern auch die Attraktivität des Gastgewerbes für potentielle Gründer verringern. Er fordert eine grundlegende Überprüfung der bestehenden Regelungen, um eine Vereinfachung der Abläufe zu erreichen. Der aktuelle Zustand könnte dazu führen, dass insbesondere jüngere Generationen weniger Interesse am Gastronomieberuf zeigen.
Ein zentrales Anliegen von Rainer ist es, die Rolle der Gastronomie als wichtigen Bestandteil der österreichischen Kultur und Wirtschaft zu stärken. Er erinnert daran, dass die Wirte nicht nur Arbeitgeber sind, sondern auch zu sozialen Treffpunkten in den Gemeinden beitragen. Um dies zu gewährleisten, sei ein entschlossener Schritt in Richtung Bürokratieabbau unerlässlich.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Alois Rainer in seinem Interview die Notwendigkeit eines unmittelbaren Handelns von Seiten der Regierung herausstellt. Sepp Schellhorn und die Bundesregierung müssen sich Ihrer Verantwortung bewusst werden und eine echte Deregulierung einleiten. Nur so kann die Gastronomie in Österreich zukunftsfähig bleiben und sich weiterentwickeln.