Am Montag haben die EU-Staaten in Brüssel beschlossen, den vollständigen Importstopp von Erdgas aus Russland bis spätestens Ende 2027 einzuführen. Dieser Beschluss wurde gegen den Widerstand der Slowakei und Ungarns gefasst, wobei 24 der 27 EU-Staaten für die entsprechende Verordnung stimmten. Damit wurde die notwendige Mehrheit für den Importstopp erreicht.
Die Entscheidung ist Teil der Bemühungen der EU, die Abhängigkeit von russischem Erdgas zu reduzieren, insbesondere nach den politischen Spannungen und Konflikten, die durch den Ukraine-Krieg entstanden sind. Der Importstopp soll dazu beitragen, die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Russland zu schwächen und die Energieversorgung der EU zu diversifizieren.
Die ungarische Regierung, die der Entscheidung kritisch gegenübersteht, äußerte Bedenken und sprach von einem juristischen Trick. Sie plant, gerichtlich gegen die verabschiedete Verordnung vorzugehen, um ihren Widerstand zu manifestieren. Ungarn hat enge energiepolitische Beziehungen zu Russland und bezieht einen erheblichen Teil seines Erdgasbedarfs aus Russland, was den rechtlichen Schritt zusätzlich kompliziert macht.
Der Beschluss stellt eine klare Richtung der EU dar, die Energieunabhängigkeit zu fördern und gleichzeitig auf nachhaltige Energien umzusteigen. Die EU hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um darauf hinzuarbeiten und mit anderen Ländern zusammenzuarbeiten, um alternative Energiemöglichkeiten zu entwickeln. Der Importstopp zielt darauf ab, den Druck auf Russland zu erhöhen und die Energiewende der EU voranzutreiben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entscheidung der EU-Staaten, den vollständigen Importstopp von Erdgas aus Russland bis 2027 einzuführen, einen bedeutenden Schritt in der Energiepolitik Europas darstellt. Der Widerstand von Ungarn und der Slowakei zeigt jedoch die Herausforderungen auf, die mit einer so weitreichenden Maßnahme verbunden sind. Die nächsten Monate werden entscheidend sein, um zu beobachten, wie sich diese Situation weiterentwickelt und wie die EU-Mitgliedstaaten die Übergänge in der Energieversorgung bewältigen, während sie gleichzeitig eine einheitliche Front gegen die Abhängigkeit von russischem Gas aufrechterhalten.