Vor einem Jahr endete die Geschichte der ehemals größten Möbelkette Österreichs: Kika/Leiner. Die bekannten Möbelhäuser schlossen im Jahr 2022 ihre letzten Filialen und hinterließen eine große Lücke im österreichischen Möbelhandel. Viele Verbraucher waren schockiert über das plötzliche Ende der Traditionsmarke, die über Jahrzehnte hinweg in vielen Haushalten präsent war.
In Oberösterreich, einem der Kernmärkte der Kika/Leiner, stehen nun die ehemaligen Standorte vor einer ungewissen Zukunft. Die Schließung der Filialen hat nicht nur die Angestellten betroffen, sondern auch das Einzelhandelsumfeld in vielen Städten beeinflusst. Einige gebäudete Kika/Leiner-Standorte wurden bereits an neue Eigentümer verkauft, während andere noch auf künftige Verwendung warten.
Die Übernahme der ehemaligen Filialen hat unterschiedliche Szenarien hervorgebracht. Zum Beispiel hat ein Teil der ehemaligen Kika/Leiner-Filialen mittlerweile neue Mieter gefunden, die in den Bereichen Wohnen, Einrichtung und Einzelhandel tätig sind. Diese neuen Geschäfte versuchen, die Identität der Standorte zu bewahren und das erreichte Kundenvertrauen zu nutzen.
In Linz, der Hauptstadt Oberösterreichs, wurde die ehemalige Kika-Filiale auf der Landstraße von einem großen internationalen Möbelhaus übernommen. Dieses Unternehmen plant, in den kommenden Monaten eine umfangreiche Renovierung des Standortes durchzuführen, um ein modernes Einkaufserlebnis anzubieten. Darüber hinaus wird auch der Bereich E-Commerce weiter ausgebaut, um auf die veränderten Einkaufsgewohnheiten der Konsumenten zu reagieren.
Andere Standorte jedoch bleiben vorerst ungenutzt. In einigen Fällen sind die ehemaligen Kika/Leiner-Gebäude in einem Zustand, der größere Investitionen erfordern würde, bevor sie wieder attraktives Mietobjekt für andere Einzelhändler werden können. Es gibt auch Spekulationen, dass einige der frei gewordenen Flächen für Wohnprojekte genutzt werden könnten, da die Nachfrage nach Wohnraum in urbanen Gebieten steigt.
Trotz dieser Entwicklungen bleibt die Frage offen, wie sich der österreichische Möbelmarkt langfristig entwickeln wird. Die Schließung von Kika/Leiner hat die Konkurrenzsituation zwischen den verbleibenden Möbelhäusern und neuen Anbietern verändert. Der Markt ist heute durch starke Online-Akteure geprägt, die oft zu günstigeren Preisen anbieten können.
Insgesamt hat die Schließung von Kika/Leiner und die anschließende Schicksalsgemeinschaft der ehemaligen Filialen die Landschaft des heimischen Möbelmarktes stark beeinflusst. Die Kunden beobachten, welche neuen Konzepte und Geschäfte an die Stelle der einst so beliebten Möbelhäuser treten werden. Die nächsten Monate könnten entscheidend sein für die weitere Entwicklung dieser Standorte und deren zukünftiger Nutzung.