Russland hat angekündigt, sich auf einen globalen Kontext ohne atomare Obergrenzen vorzubereiten. Dies geschieht im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Auslaufen des New-Start-Vertrags zwischen Moskau und Washington, der für diese Woche angesetzt ist. Der New-Start-Vertrag, der 2010 unterzeichnet wurde, regelt die atomaren Waffenbestände der beiden größten Atommächte der Welt, Russland und den USA. Sollte dieser Vertrag nicht verlängert werden, wäre es das erste Mal seit Jahrzehnten, dass keine vertraglich festgelegten Obergrenzen für die Atomwaffenarsenale dieser beiden Länder existieren würden.
Die Möglichkeit des Auslaufens des New-Start-Vertrags wirft ernsthafte Bedenken hinsichtlich der globalen Sicherheit auf. Seit dem Ende des Kalten Krieges haben verschiedene Verträge zur Rüstungskontrolle dazu beigetragen, die Anzahl der Atomwaffen in beiden Ländern erheblich zu reduzieren. Der New-Start-Vertrag selbst hat die Zahl der einsatzbereiten strategischen Atomwaffen, die Russland und die USA besitzen dürfen, auf 1.550 Waffen pro Land begrenzt. Diese Obergrenzen sind für die strategische Stabilität unerlässlich, da sie die Gefahr eines nuklearen Wettrüstens verringern.
Russland äußerte jedoch, dass es für eine Welt ohne solche vertraglichen Beschränkungen gewappnet sei. Diese Aussage reflektiert eine dramatische Wendung in der geopolitischen Landschaft, da es anzeigt, dass Moskau bereit ist, die nukleare Aufrüstung zu intensivieren, sollte der Vertrag nicht verlängert werden. Dies könnte eine bedeutende Eskalation des globalen Rüstungswettlaufs zur Folge haben, da beide Nationen, ohne die Verpflichtungen eines Vertrags, ihre Waffenarsenale nach Belieben erweitern könnten.
Die Reaktionen internationaler Beobachter auf die Möglichkeit des Auslaufens des Vertrages sind überwältigend besorgt. Experten warnen, dass das Fehlen eines vertraglichen Rahmens die Risiken von Missverständnissen und Fehlkalkulationen erhöhen könnte, die zu einem nuklearen Konflikt führen könnten. In der Vergangenheit wurden Rüstungsvereinbarungen als fundamentale Bausteine für den Frieden angesehen, und ihr Wegfall könnte schwerwiegende Auswirkungen auf die globale Sicherheit haben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Situation um den New-Start-Vertrag nicht nur die Beziehungen zwischen Russland und den USA betrifft, sondern auch weitreichende Implikationen für die gesamte Weltgemeinschaft hat. Der potentielle Verlust eines der letzten verbliebenen Verträge zur Rüstungskontrolle könnte die internationale Stabilität gefährden und ein neues, unberechenbares Zeitalter der nuklearen Aufrüstung einläuten.