Nach dem Auslaufen des „New Start“-Abkommens wird Russland weiterhin versuchen, sich an die festgelegten Höchstgrenzen für sein Atomwaffenarsenal zu halten. Dies geschieht jedoch unter einer bestimmten Bedingung. Der russische Präsident Wladimir Putin hat erklärt, dass Russland nur unter bestimmten Umständen bereit ist, seine Atomwaffen zu begrenzen. Diese Bedingungen sind eng mit den Sicherheitsinteressen Russlands verknüpft und reflektieren das geopolitische Klima, in dem sich das Land befindet.
Das „New Start“-Abkommen, das im Jahr 2010 zwischen den Vereinigten Staaten und Russland unterzeichnet wurde, war ein bedeutender Schritt zur Reduzierung der strategischen Atomwaffen beider Länder. Es legte Obergrenzen für die Anzahl der stationierten Atomwaffen sowie der Trägersysteme fest. Nach dem Auslaufen des Abkommens im Jahr 2021 stellt sich die Frage, ob Russland weiterhin willens oder in der Lage sein wird, diese Beschränkungen einzuhalten.
Putin betonte, dass die Einhaltung der Vereinbarungen von der Politik der Vereinigten Staaten und deren NATO-Verbündeten abhängt. Er warnte davor, dass eine aggressive Haltung oder das Ignorieren der Sicherheitsbedenken Russlands zu einer erhöhten Anspannung und möglicherweise zu einem neuen Wettrüsten führen könnte. Die Rhetorik der NATO und der westlichen Länder wird daher als entscheidend für die zukünftige Atomwaffenpolitik Russlands angesehen.
Zusätzlich hat Russland angekündigt, dass es seine militärische Strategie anpassen könnte, sollte die NATO weiterhin ihre militärische Präsenz in Ost- und Mitteleuropa verstärken. Diese Schritte könnten sich auch auf die strategische Stabilität der gesamten Region auswirken. Russland hat betont, dass es seine Verteidigungsfähigkeit aufrechterhalten muss, um auf mögliche Bedrohungen angemessen reagieren zu können.
In der internationalen Gemeinschaft gibt es Bedenken hinsichtlich der Möglichkeiten eines neuen Wasserscheiden zwischen Russland und den westlichen Nationen. Die Unfähigkeit, eine Einigung über die zukünftige Kontrolle von Atomwaffen zu erzielen, könnte das Risiko eines Konflikts erhöhen. Experten warnen, dass ein solch instabiler Zustand zu einem gefährlicheren geopolitischen Klima führen könnte.
Abschließend ist festzustellen, dass Russland trotz des Auslaufens des „New Start“-Abkommens die bestehenden Limits für sein Atomwaffenarsenal einhalten möchte, jedoch nur, wenn die sicherheitspolitischen Bedingungen stimmen. Das zukünftige Verhältnis zwischen Russland und dem Westen wird entscheidend sein für die Frage, ob ein neues Wettrüsten vermieden werden kann und ob Kontrolle über nukleare Rüstungen weiterhin eine Möglichkeit bleibt.