Seit der Corona-Pandemie hat der Camping-Tourismus in Österreich einen deutlichen Aufschwung erlebt. Dieser Trend, der im Jahr 2020 begann, setzte sich kontinuierlich fort und erreichte im Jahr 2025 ein Rekordniveau. Immer mehr Menschen entscheiden sich für einen Urlaub im Freien, was sich in einer steigenden Anzahl an Gästen und Übernachtungen in den Campingplätzen des Landes widerspiegelt.
Die Anziehungskraft des Camping-Tourismus ist nicht nur auf die heimischen Urlauber beschränkt. Auch internationale Gäste tragen maßgeblich zu diesem Wachstum bei. Insbesondere Besucher aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Liechtenstein und Tschechien haben sich als treue Urlauber auf den österreichischen Campingplätzen etabliert. Die Nähe zu diesen Ländern und die Vielfalt der Landschaften in Österreich machen das Camping zu einer attraktiven Urlaubsform.
In den letzten Jahren haben viele Campingplätze in Österreich ihre Angebote und Dienstleistungen erweitert, um den Bedürfnissen der Gäste gerecht zu werden. Von modernen Sanitäranlagen über Freizeitaktivitäten bis hin zu gastronomischen Angeboten – die Betreiber haben sich bemüht, ein nachhaltiges und attraktives Umfeld zu schaffen. Dies hat nicht nur die Zufriedenheit der Camper erhöht, sondern auch neue Zielgruppen angesprochen, die an einem naturnahen Urlaub interessiert sind.
Der Rekordanstieg im Jahr 2025 lässt sich auch durch das gestiegene Interesse an Outdoor-Aktivitäten und der Naturbegrenzung während der Pandemie erklären. Viele Menschen suchten nach Möglichkeiten, sich sicher zu erholen, und fanden im Camping die ideale Lösung. Die Flexibilität und die Möglichkeit, in ruhige und abgelegene Gegenden zu reisen, waren für viele Camper ausschlaggebend, um sich für diesen Urlaubstyp zu entscheiden.
Der Trend des Camping-Tourismus hat auch positive wirtschaftliche Auswirkungen. Fünfzehn Prozent des gesamten Tourismusumsatzes in Österreich sind mittlerweile dem Camping-Tourismus zuzurechnen. Dies führt zu einer Stabilität und Wachstumsperspektive für die Branche, die während der Pandemie stark gebeutelt wurde. Die wiederbelebte Nachfrage hat dazu geführt, dass viele Campingplätze in moderne Infrastruktur und Innovationen investieren, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.
Ein weiterer Aspekt, der den Camping-Tourismus fördert, ist der gestiegene Wunsch nach Nachhaltigkeit. Viele Camper sind heutzutage umweltbewusst und suchen nach Möglichkeiten, ihren ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Campingplätze, die umweltfreundliche Praktiken anwenden, wie z.B. Recycling-Möglichkeiten und nachhaltige Energiequellen, haben einen klaren Vorteil im Wettbewerb um Gäste.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Camping-Tourismus in Österreich seit der Corona-Pandemie einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt hat. Der Trend zeigt keine Anzeichen einer Abschwächung, und die Branche hat das Potenzial, weiterhin zu wachsen und sich zu entwickeln. Mit einer Vielzahl von Aktivitäten und einem Fokus auf Nachhaltigkeit stellt der Camping-Tourismus eine wichtige Säule der österreichischen Tourismuswirtschaft dar, die auch international attraktiv bleibt.