Die Grünen haben derzeit eine Initiative zur Einführung einer Erbschaftssteuer gestartet. Parteichefin Leonore Gewessler erklärte am Freitag, dass innerhalb von nur zwei Tagen etwa 10.000 Unterschriften für dieses Anliegen gesammelt wurden. Dies zeigt, dass das Thema Erbschaftssteuer in der Bevölkerung auf großes Interesse stößt.
Gewessler betont in ihren Äußerungen die aus ihrer Sicht bestehende Ungerechtigkeit, dass die Regierung in der Mitte der Gesellschaft Kürzungen vornimmt, während sie bei großen Vermögen keine ähnlichen Maßnahmen ergreift. Diese unterschiedliche Behandlung kritisiert sie scharf und fordert gerechtereVerteilungspolitiken, die auch wohlhabende Bürger einbeziehen.
Die Diskussion über die Erbschaftssteuer ist nicht neu, jedoch gewinnt sie durch die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen und die sozialen Ungleichheiten, die in der Gesellschaft immer offensichtlicher werden, an Dringlichkeit. Gewessler und die Grünen glauben, dass eine Erbschaftssteuer dazu beitragen könnte, finanzielle Gerechtigkeit herzustellen und die öffentlichen Kassen zu entlasten.
Die gesammelten Unterschriften sind ein erster Schritt, um Druck auf die Regierung auszuüben, Veränderungen in der Besteuerung großer Vermögen vorzunehmen. Gewessler sieht in dieser Maßnahme nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine moralische Verantwortung. Sie fordert alle Bürger auf, sich für eine gerechtere Gesellschaft einzusetzen und somit aktiv an der politischen Diskussion teilzunehmen.
Insgesamt appelliert Gewessler an die Solidarität aller Bürger, um eine faire Erbschaftssteuer zu etablieren und die finanziellen Belastungen gerechter zu verteilen. Diese Initiative könnte weitreichende Auswirkungen auf die kommende politische Agenda haben und stellt einen zentralen Punkt in der politischen Diskussion über soziale Gerechtigkeit in Österreich dar.