Herbert Striegl, der Tiroler Landespräsident des Pensionistenverbandes (PVÖ), hat eine Diskriminierung der älteren Generation festgestellt. Er kritisiert die aktuelle Regelung, die die Beantragung der sogenannten „Geräte-Retter-Prämie“ ausschließlich online ermöglicht. Diese Praxis benachteiligt ältere Menschen, die möglicherweise nicht über die notwendigen technischen Kenntnisse oder den Zugang zum Internet verfügen, um die Prämie zu beantragen.
Die „Geräte-Retter-Prämie“ ist ein staatliches Förderprogramm, das darauf abzielt, Reparaturen an Elektrogeräten zu fördern und somit nachhaltigen Konsum zu unterstützen. Die Maßnahme sollte im Idealfall dazu beitragen, Elektroschrott zu reduzieren und die Umwelt zu schonen. Striegl weist jedoch darauf hin, dass die ausschließliche Online-Antragstellung eine Barriere für viele Seniorinnen und Senioren darstellt. Viele von ihnen sind mit den modernen Technologien nicht vertraut oder haben Schwierigkeiten, sich in der digitalen Welt zurechtzufinden.
Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, hat Herbert Striegl eine offizielle Beschwerde eingebracht. In seinem Schreiben fordert er eine fairere Handhabung der Antragstellung, die auch analoge Optionen in Betracht zieht. Es wäre sinnvoll, möglichst viele Menschen in den Prozess einzubeziehen und allen Generationen die gleichen Chancen zu bieten, von der Prämie zu profitieren.
Striegl betont, dass es wichtig sei, den Bedürfnissen älterer Menschen Rechnung zu tragen und ihnen die Teilhabe an solchen Programmen zu ermöglichen. Ein einfacher Antragsprozess, der verschiedene Wege der Beantragung bietet, könnte helfen, diese Diskriminierung abzubauen. Seiner Meinung nach sollte die Regierung auch auf die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung eingehen, um soziale Gerechtigkeit zu gewährleisten.
Die Thematik rund um digitale Barrieren im Alltag älterer Menschen ist nicht neu, gewinnt jedoch durch Initiativen wie die „Geräte-Retter-Prämie“ neue Dringlichkeit. Striegl fordert, dass die Entscheidungsträger die älteren Bürger nicht aus den Augen verlieren und deren Lebensrealitäten in der politischen Gestaltung berücksichtigen. Ein respektvoller Umgang mit den Bedürfnissen älterer Menschen ist entscheidend, um ein inklusives und gerechtes Gesellschaftsmodell zu fördern.
In einer Zeit, in der digitale Technologien immer mehr Einzug in alle Lebensbereiche halten, ist es notwendig, Lösungen zu finden, die alle Generationen ansprechen. Die Bundesregierung ist gefordert, Maßnahmen zu implementieren, die sicherstellen, dass auch die ältere Generation von Förderungen und Programmen profitieren kann, ohne benachteiligt zu werden. Nur so kann ein harmonisches Miteinander aller Altersgruppen gewährleistet werden.