Eine aktuelle Umfrage der österreichischen Tageszeitung „Krone“ hat ergeben, dass Mütter von wehrpflichtigen Söhnen sowie junge Menschen unter 30 Jahren eine eindeutige Meinung zum Thema Wehrdienst haben. Von den 2600 Befragten sind jeweils 55 Prozent der Ansicht, dass die aktuellen sechs Monate Wehrdienst angemessen sind. Dies deutet auf eine weit verbreitete Zufriedenheit mit der gegenwärtigen Dauer des Wehrdienstes hin, die seit mehreren Jahren besteht.
Die Meinungslage unter den Müttern von wehrpflichtigen Söhnen könnte durch die persönlichen Erfahrungen und Ängste geprägt sein, die mit dem Militärdienst verbunden sind. Viele Mütter sorgen sich um die Sicherheit ihrer Söhne und sind daher gegen eine Verlängerung der Dienstzeit. Sie möchten, dass ihre Kinder schnellstmöglich zurückkehren und ihr Leben ohne die Einschränkungen des Militärdienstes fortsetzen können. Die Umfrage zeigt, dass sie eine klare Unterstützung für die gegenwärtige Regelung haben, die eine relativ kurze Dienstzeit vorsieht.
Die Ansichten der jungen Menschen unter 30 Jahren schließen sich diesen Sorgen an. In dieser Altersgruppe gibt es ein starkes Bedürfnis nach beruflicher Orientierung und beruflichem Einsatz, das durch eine längere Militärzeit beeinträchtigt werden könnte. Viele junge Menschen stehen vor wichtigen Lebensentscheidungen, wie dem Eintritt in die Arbeitswelt oder dem Studium. Eine Verlängerung des Wehrdienstes würde bedeuten, dass sie wertvolle Zeit verlieren, die sie für ihre persönliche und berufliche Entwicklung nutzen könnten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl Mütter als auch junge Menschen die Meinung vertreten, dass die Dauer des Wehrdienstes von sechs Monaten gut angemessen ist. Dies spiegelt nicht nur den Wunsch wider, dass die jungen Männer schnell in den Alltag zurückkehren, sondern auch die allgemeinen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen, die viele in dieser Altersgruppe belasten. Der Wehrdienst sollte nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Phase des persönlichen Wachstums und der Vorbereitung auf die Zukunft sein. Die „Krone“-Umfrage legt somit nahe, dass ein gesellschaftlicher Konsens über die Angemessenheit der aktuellen Wehrdienstregelung besteht.