Das lange Warten auf den Forschungs-, Innovations- und Technologiepakt (FTI-Pakt) hat endlich ein Ende. Zwei Monate nach dem gesetzlich festgelegten Fristende zum Jahreswechsel wurde der Pakt am Dienstag im Rahmen des Ministerrats präsentiert. Dies markiert einen wichtigen Schritt für die zukünftige Entwicklung der Forschungslandschaft in Deutschland.
Der FTI-Pakt umfasst einen beeindruckenden Budgetrahmen von insgesamt 5,49 Milliarden Euro für den Zeitraum von 2027 bis 2029. Diese finanziellen Mittel sind vorgesehen, um zentrale Forschungseinrichtungen im Land zu unterstützen und neue Impulse für die Innovationskraft in Deutschland zu setzen. Es ist zu erwarten, dass diese Investitionen sowohl der Grundlagenforschung als auch der angewandten Forschung zugutekommen werden.
Ein bemerkenswerter Aspekt des FTI-Pakts ist das deutlich erhöhte Budget für die Grundlagenforschung. Diese Fachrichtung hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und wird durch die neuen Mittel weiter gestärkt. Das Angebot an Förderungen und die Möglichkeit, neue Forschungsinitiativen zu starten, werden somit erheblich ausgeweitet. Vertreter der Forschungsgemeinschaft haben diese Entwicklung als einen positiven Schritt bezeichnet, der es ermöglicht, die Qualität der Forschung zu verbessern und neue wissenschaftliche Entdeckungen zu fördern.
Im Gegensatz dazu erreicht der angewandte Bereich allerdings nur etwa das Niveau der Vorgängerperiode. Dies könnte darauf hindeuten, dass in diesem Bereich nicht die gleichen Fortschritte erzielt werden konnten wie in der Grundlagenforschung. Dennoch ist es wichtig, auch die angewandte Forschung nicht zu vernachlässigen, da sie oft direkt mit praktischen Anwendungen und den wirtschaftlichen Bedürfnissen des Landes verbunden ist. Um eine ausgewogene Entwicklung sicherzustellen, könnte es notwendig sein, in Zukunft gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um auch die angewandte Forschung zu stärken.
Die Vorstellung des FTI-Pakts wird von vielen als ein Signal des politischen Willens angesehen, die Forschung und Innovation in Deutschland voranzutreiben. Politiker betonten, dass Investitionen in die Forschung nicht nur für die wissenschaftliche Gemeinschaft, sondern auch für die gesamte Gesellschaft von großer Bedeutung sind. Innovationen tragen zur Lösung drängender globaler Herausforderungen bei, sei es im Bereich der Gesundheit, des Klimaschutzes oder der digitalen Transformation.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der FTI-Pakt einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Forschungsinfrastruktur in Deutschland leisten kann. Mit einem klaren Fokus auf die Grundlagenforschung und der Absicht, auch die angewandte Forschung nicht aus den Augen zu verlieren, zeigt der Pakt ein ausgewogenes Konzept. Es bleibt abzuwarten, wie die verschiedenen Akteure der Forschungsgemeinschaft die neuen finanziellen Mittel nutzen werden und welche konkreten Projekte und Initiativen aus diesen Investitionen hervorgehen werden.