Nach den Äußerungen von NEOS-Chefin Claudia Gamon, die sich für eine Diskussion über Gemeindefusionen aussprach, folgt nun eine ähnliche Stellungnahme von Brigitte Eggler-Bargehr, der Direktorin des Vorarlberger Landesrechnungshoofs. In ihren Aussagen unterstreicht sie die Notwendigkeit, das bisherige Tabu-Thema der Gemeindefusionen offen zu besprechen. Sie ist der Überzeugung, dass die Zeit reif dafür sei, diese Thematik in der politischen Diskussion neu aufzugreifen.
Eggler-Bargehr betont, dass in den letzten Jahren viele Gemeindekooperationen erfolgreich umgesetzt wurden, was ihrer Meinung nach die Grundlage für weitere Schritte, wie etwa Fusionen, lege. Diese Kooperationen haben bewiesen, dass es möglich ist, die Effizienz der Verwaltung zu steigern und die Infrastruktur in den Gemeinden zu verbessern. Die Erfahrungen, die aus diesen Kooperationen gewonnen wurden, könnten nun in die Überlegungen zur Zusammenlegung von Gemeinden einfließen.
Die Direktorin sieht in der Fusion von Gemeinden eine logische Konsequenz der bereits erfolgten Kooperationen. Sie führt an, dass viele kleinere Gemeinden vor ähnlichen Herausforderungen stehen, wie etwa demografischen Veränderungen und finanziellen Engpässen. Durch gemeinsame Ressourcen und eine stärkere Verwaltung könne nicht nur die Effizienz erhöht, sondern auch die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger verbessert werden.
Brigitte Eggler-Bargehr spricht sich für eine offene Debatte über die Vor- und Nachteile von Gemeindefusionen aus. Sie ermutigt die politischen Entscheidungsträger, mutig zu handeln und die Möglichkeiten für Zusammenlegungen zu prüfen. Eine solche Maßnahme könnte helfen, die finanzielle Stabilität der Gemeinden zu sichern und gleichzeitig den Bürgern einen besseren Service anzubieten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl Claudia Gamon als auch Brigitte Eggler-Bargehr die Notwendigkeit von Gemeindefusionen in den Vordergrund stellen. Der Gedanke, dass sich Gemeinden zusammenschließen sollten, um effizienter zu arbeiten und den Herausforderungen der modernen Gesellschaft besser begegnen zu können, gewinnt an Bedeutung. Es bleibt abzuwarten, wie die politischen Akteure auf diese Forderung reagieren und ob sie den Mut aufbringen, die Diskussion über Gemeindefusionen ernsthaft anzugehen.