Im Vorfeld des Weltfrauentags äußert sich Bea Madlener-Tonetti, die Vorsitzende der SPÖ-Frauen in Vorarlberg, zu mehreren wichtigen Themen, die die Frauenpolitik in der Region betreffen. Besonders besorgt zeigt sie sich über den sinkenden Frauenanteil im roten Nationalratsklub. In den letzten Jahren sei der Frauenanteil in der Politik stark zurückgegangen, was sie als alarmierend empfindet. Madlener-Tonetti betont die Notwendigkeit, Frauen in die politischen Entscheidungsprozesse einzubeziehen und fordert eine stärkere Repräsentation von Frauen in allen politischen Gremien.
Ein weiteres kontroverses Thema, das sie anspricht, ist das Verbrennen von Funken-Hexen. Diese Tradition, die in einigen Regionen Österreichs praktiziert wird, wird von Madlener-Tonetti kritisch betrachtet. Sie sieht darin eine problematische Verharmlosung des Hexenwahns, der in der Geschichte viele Frauenleben gekostet hat. Madlener-Tonetti fordert ein Umdenken hinsichtlich solcher Traditionen und betont, dass es wichtig sei, die Geschichte und die damit verbundenen Ungerechtigkeiten nicht zu vergessen. Sie plädiert für eine Reflexion über die Traditionen und deren Bedeutung in der heutigen Gesellschaft.
Madlener-Tonetti formuliert auch ihre Wünsche für die Vorarlbergerinnen. Sie fordert bessere Rahmenbedingungen für Frauen, insbesondere in Bereichen wie Bildung, Beruf und Familie. Es sei entscheidend, dass Frauen die gleichen Chancen wie Männer erhalten und dass gendergerechte Maßnahmen endlich auch in der Praxis umgesetzt werden. Sie spricht von der Notwendigkeit, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, da viele Frauen oft zwischen Familie und Karriere stehen und hierbei Unterstützung benötigen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bea Madlener-Tonetti mit ihren Aussagen und Forderungen ein klares Signal setzt, um auf die Probleme und Herausforderungen aufmerksam zu machen, mit denen Frauen in Vorarlberg und ganz Österreich konfrontiert sind. Ihr Engagement für die Gleichstellung der Geschlechter und ihre kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Traditionen zeigt, dass es immer noch viel zu tun gibt, um eine gerechtere und gleichberechtigtere Gesellschaft zu schaffen. Der Weltfrauentag sollte nicht nur als Anlass für Feiern, sondern auch als Tag der Reflexion und der Solidarität genutzt werden. Madlener-Tonetti ermutigt alle, sich für die Rechte der Frauen einzusetzen und aktiv zu werden, um eine positive Veränderung herbeizuführen.