Am Weltfrauentag diskutierten drei prominente Managerinnen die Themen Macht und Verantwortung in der Wirtschaft. Unter den diskutierenden Persönlichkeiten befanden sich Martha Schultz, Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christine Dornaus, Chefin der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), und Silvia Polan, eine Vertreterin des Tabakkonzerns Japan Tobacco International (JTI). Während des Gespräches betonten sie, dass sie das Wort „Macht“ meiden und stattdessen lieber von Verantwortung sprechen.
Martha Schultz erklärte, dass Verantwortung für sie eine entscheidende Rolle spielt, wenn es darum geht, die Herausforderungen in der Unternehmensführung zu meistern. Sie argumentierte, dass die Übernahme von Verantwortung eine grundlegende Voraussetzung sei, um Einfluss und Autorität innerhalb einer Organisation auszuüben, unabhängig von Geschlechterrollen. Schultz hob hervor, dass es wichtig ist, die eigene Position in der Wirtschaft proaktiv zu gestalten und Veränderung zu bewirken.
Christine Dornaus ergänzte diesen Gedanken und wies darauf hin, dass die bestehenden (männlichen) Machtstrukturen in vielen Unternehmen oft das Potenzial von Frauen hemmen. Sie betonte die Notwendigkeit, diese Strukturen zu hinterfragen und zu reformieren, um mehr Gleichheit und Chancengleichheit zu schaffen. Dornaus erklärte, dass Unternehmen von einer vielfältigeren Führungsetage enorm profitieren können, da unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen in die Entscheidungsfindung eingebracht werden.
Silvia Polan, die ebenfalls zu den diskutierenden Managerinnen gehörte, brachte ihre Sichtweise zu den Herausforderungen ein, mit denen Frauen in der Geschäftswelt konfrontiert sind. Sie sprach über die Bedeutung von Netzwerken und Mentoring-Programmen, die Frauen unterstützen können, ihren Platz in der Wirtschaft zu finden und sich gegen die bestehenden Machtverhältnisse durchzusetzen. Polan betonte, dass es wichtig sei, eine Umgebung zu schaffen, in der Frauen motiviert werden, ihre Karriereziele zu verfolgen und Führungspositionen anzustreben.
Die drei Managerinnen waren sich einig, dass die nächste Generation von Frauen dazu ermutigt werden muss, sich aktiv in die berufliche Landschaft einzubringen und selbstbewusst ihre Ideen zu vertreten. Sie signalisierten, dass es eine Verantwortung der etablierten Führungskräfte sei, junge Talente zu fördern und ihnen eine Plattform zu bieten, um ihre Stimmen zu erheben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gespräch am Weltfrauentag von einem starken Willen geprägt war, die bestehenden Muster zu durchbrechen und einen nachhaltigen Wandel in der Unternehmensführung herbeizuführen. Es wurde deutlich, dass Verantwortung und die Überwindung von Machtstrukturen zentrale Themen sind, die einer erneuten Betrachtung bedürfen, um Gleichstellung und Diversität in der Wirtschaft zu fördern. Die Aussagen von Martha Schultz, Christine Dornaus und Silvia Polan tragen dazu bei, das Bewusstsein für diese Themen zu schärfen und den Weg für die kommenden Generationen von Führungspersönlichkeiten zu ebnen.