In einem bewegenden Interview mit der Kabarettistin Aida Loos erläutert sie die prägenden Erfahrungen ihrer Kindheit, als sie im Alter von vier Jahren mit ihren Eltern vor der Islamischen Revolution aus dem Iran nach Österreich floh. Diese Flucht war nicht nur eine geographische, sondern auch eine kulturelle und emotionale Abwendung von der Heimat, die sie tief in ihrem Herzen trägt. Ihre Erinnerungen an den Iran sind sowohl von der Schönheit des Landes als auch von den Schrecken des Regimes der Mullahs geprägt. Loos beschreibt den Kontrast zwischen den lebendigen Erinnerungen ihrer Kindheit und den dunklen Zeiten, die das Land nach der Revolution durchlief.
Die Islamische Revolution von 1979 führte zu einer drastischen Veränderung in der iranischen Gesellschaft. Aida Loos schildert eindrücklich, wie sich das Leben der Menschen in ihrem Heimatland unter dem strengen Regime der Mullahs verwandelt hat. Die politische Repression und die Unterdrückung von Individualität und Freiheit haben das tägliche Leben der Iraker stark beeinflusst. Besonders betroffen waren Frauen, die unter den neuen Gesetzen, die Gleichheit und Freiheit beschränkten, litten. Loos hebt hervor, wie wichtig es ist, diese Geschichten und Erfahrungen zu teilen, um ein Bewusstsein für die Situation im Iran zu schaffen.
Einen besonderen Fokus legt Loos auf die Rolle des Humors als Waffe im Kampf gegen Unterdrückung. Sie ist der Überzeugung, dass Humor eine der stärksten Formen der Residenz ist, die Menschen in schwierigen Zeiten helfen kann, ihren Schmerz und ihre Frustration auszudrücken. In ihrer eigenen Arbeit nutzt sie den Humor, um auf die Missstände im Iran aufmerksam zu machen und gleichzeitig ihrer Liebe zu ihrem Heimatland Ausdruck zu verleihen. Durch Kabarett und Comedy versucht sie, Brücken zwischen den Kulturen zu schlagen und das Verständnis für die iranische Kultur und deren Herausforderungen zu fördern.
Aida Loos teilt auch ihr Heimweh nach dem Iran, ein Gefühl, das trotz der vielen Jahre der Abwesenheit präsent bleibt. Sie spricht von der Sehnsucht nach der Landschaft, der Sprache und den Traditionen, die ihre Identität prägten. Diese Gefühle werden oft von der Realität der politischen Situation im Iran überschattet, die ihre Rückkehr erschwert. Dennoch bleibt sie optimistisch und hofft auf eines Tages bessere Bedingungen für die Menschen in ihrem Heimatland. Dabei zeigt sie sich solidarisch mit denjenigen, die für Freiheit und Menschenrechte im Iran kämpfen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Interview mit Aida Loos ein tiefes und eindrucksvolles Porträt einer Frau zeichnet, die zwischen zwei Kulturen lebt und versucht, ihre Stimme sowohl für die iranische Diaspora als auch für ein besseres Verständnis der komplexen Realität im Iran zu erheben. Ihr Humor und ihre Stärke im Angesicht von Widrigkeiten sind inspirierende Beispiele dafür, wie man selbst aus der Ferne für seine Überzeugungen eintreten kann.