Mehr als vier Jahre nach dem verheerenden Vulkanausbruch in Neuseeland bekommen die Angehörigen der Todesopfer und die Überlebenden eine millionenschwere Entschädigung (siehe Video oben). Bei der Eruption auf der Vulkaninsel Whakaari/White Island kamen 22 Menschen ums Leben, 25 weitere wurden verletzt.
„Nur sehr wenige konnten dem Ausbruch ohne ernsthafte Verletzungen entkommen. Für die übrigen war das Leid immens. Es gibt keine Möglichkeit, das emotionale Leid zu messen, das Überlebende und betroffene Familien erlitten haben und weiterhin erleiden werden“, sagte der Richter bei der Urteilsverkündung am Freitag. Das Geld könne nur eine symbolische Anerkennung sein.Das Bezirksgericht in Auckland beschloss, dass die 47 betroffenen Familien zehn Millionen Neuseeland-Dollar (umgerechnet 5,6 Millionen Euro) als Wiedergutmachung erhalten. Den Hauptanteil müssen der Eigentümer der Insel, Whakaari Management und White Island Tours tragen - der Anbieter, der die Besucherinnen und Besucher per Boot auf die Insel brachte. Einen kleineren Anteil muss der Hubschrauberbetreiber Volcanic Air Safaris zahlen.Feuerberg war verstärkt aktivDer Vulkanausbruch ereignete sich im Dezember 2019. Der Feuerberg war bereits zuvor verstärkt aktiv, dennoch fuhren immer wieder Boote mit Touristinnen und Touristen zur Insel. Unter den Toten waren Besucherinnen und Besucher aus Australien, China, Malaysia, den USA, Großbritannien und Deutschland.Neuseeland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Whakaari/White Island gilt als der aktivste Vulkan des Pazifikstaats, er brach auch 1914 tödlich aus.