Die Tiroler Unternehmerin Martha Schultz (62) wurde zur neuen Präsidentin von Wirtschaftskammer und Wirtschaftsbund gewählt und trägt den Titel „Alpenkönigin“. In einem umfassenden Interview mit der „Krone“ teilt sie ihre Ansichten über die Rolle von Frauen in Führungspositionen und gibt Einblicke in ihre Strategie zur Verbesserung der Mitgliedschaftsbedingungen für die insgesamt 590.000 Mitglieder.
Martha Schultz betont die Bedeutung von Frauen in der Wirtschaft und sieht ihre neue Position als eine Chance, andere Unternehmerinnen zu inspirieren. Sie spricht darüber, wie wichtig es ist, dass Frauen gleichberechtigt in Führungspositionen vertreten sind. Schultz, die eine beeindruckende Karriere aufgebaut hat, sieht sich selbst als Vorbild und möchte durch ihr Engagement zeigen, dass Frauen ebenso fähig sind, Führungsrollen zu übernehmen wie Männer.
Ein zentrales Thema des Interviews ist die Zwangsmitgliedschaft, die für viele Unternehmer als Belastung empfunden wird. Schultz kündigt an, dass sie diese Mitgliedschaft „ganz sicher“ kostengünstiger gestalten möchte. Sie glaubt, dass eine Überprüfung der angebotenen Dienstleistungen und eine effizientere Mittelverwendung notwendig sind, um die Kosten für die Mitglieder zu senken.
Des Weiteren hebt sie hervor, wie wichtig der persönliche Kontakt zu ihren Mitarbeitern ist. Martha Schultz legt großen Wert auf regelmäßige Mittagessen mit ihrem Team, um eine offene Kommunikation zu fördern. Ihre Philosophie basiert auf dem Glauben, dass nur durch Zusammenarbeit und Austausch innovativ gearbeitet werden kann. Diese Initiativen sollen nicht nur das Betriebsklima verbessern, sondern auch die Motivation und Produktivität steigern.
Schultz äußert auch ihre Ansichten über die Herausforderungen, denen sich die Wirtschaft derzeit gegenübersieht, insbesondere in Bezug auf die Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Sie ist der Ansicht, dass die Unternehmen in Tirol und darüber hinaus sich schnell anpassen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ihre Führungsstrategie wird stark von diesen Themen geprägt sein, und sie plant, ihre Ideen und Visionen in die Arbeit der Wirtschaftskammer und des Wirtschaftsbunds einzubringen.
Zusammengefasst zeigt Martha Schultz mit ihrer neuen Rolle, dass die Wirtschaftskammer und der Wirtschaftsbund unter ihrer Leitung in eine progressive und zukunftsorientierte Richtung gelenkt werden sollen. Mit ihrem Ansatz und ihrer Vision ist sie entschlossen, nicht nur Frauen in der Wirtschaft zu empowern, sondern auch effektive Lösungen für bestehende Probleme zu finden, die alle Mitglieder der Kammer betreffen.