Bei einer Explosion an einem fünfgeschoßigen Wohnhaus in der russischen Millionenmetropole St. Petersburg sind am Samstag mehrere Menschen verletzt worden. Örtliche Medien berichteten, dass eine Drohne detoniert sei. Gouverneur Alexander Beglow sprach nur von einem „Vorfall“, er versprach den Bewohnern der beschädigten Wohnungen Hilfe.
Sechs Menschen hätten medizinische Hilfe gesucht, teilten die Behörden mit. Eine 92 Jahre alte Frau wurde ins Krankenhaus gebracht. Psychologen im EinsatzAndere Bewohner wurden in einem Kindergarten untergebracht. Auch Psychologen seien im Einsatz, um die Betroffenen zu betreuen, hieß es. In sozialen Netzwerken wurden Videos verbreitet, auf denen eine schwere Explosion zu sehen und zu hören ist. Möglicher Angriff auf Öllager in St. PetersburgVom russischen Verteidigungsministerium gab es keinen Kommentar. Das St. Petersburger Nachrichtenportal „Fontanka“ berichtete, dass die Drohne womöglich ein Öllager in der Nähe als Ziel gehabt habe. Dort sei auch eine Drohnenabwehr im Einsatz.St. Petersburg wurde bisher im seit zwei Jahren andauernden Ukraine-Krieg kaum von Flugkörpern getroffen. Allerdings hatte die Ukraine mitgeteilt, dass die Reichweiten ihrer Drohnen immer größer werde.Tote bei russischen Drohnenangriffen auf Odessa Wenige Stunden zuvor wurden russische Drohnenangriffe auf die ukrainische Stadt Odessa gemeldet, bei denen mindestens zwei Menschen ums Leben kamen. In ihrem Verteidigungskampf gegen die Invasion des Nachbarn greift aber auch die Ukraine immer wieder auch Ziele im russischen Hinterland an. So soll etwa der Nachschub für die russischen Truppen gestört werden.Gegenangriffe in Grenzregionen und im LandesinnerenBesonders betroffen von den ukrainischen Gegenangriffen sind die russischen Grenzregionen. Getroffen wurden aber auch Ziele tiefer im Landesinneren. Die Schäden stehen freilich in keinem Vergleich zu den täglichen russischen Angriffen auf die Ukraine, die Tod und Zerstörung über das Land bringen.