Im aktuellen Interview mit krone.tv äußert der ehemalige Tiroler Landes-Vize und SPÖ-Chef Georg Dornauer seine tiefgreifenden Gedanken über die Hintergründe seines Bruchs mit der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ). Er erhebt dabei schwere Vorwürfe gegen seine ehemalige Partei und berichtet, dass es Bestrebungen gegeben habe, ihn „politisch zu beerdigen“. Dieser Vorwurf weist auf ein tiefes Missverständnis innerhalb der Partei hin und reflektiert die Spannungen, die derzeit in der SPÖ herrschen.
Dornauer kritisiert nicht nur die internen Machtspiele, sondern übt auch scharfe Kritik an der aktuellen Entwicklung der SPÖ insgesamt. Er betrachtet die Partei unter der Führung von Andreas Babler als stagnierend und sieht die Notwendigkeit für eine grundlegende Erneuerung. Dornauer glaubt, dass die SPÖ dringend an ihrem Image und ihrer Strategie arbeiten müsse, um wieder Wähleranliegen zu begegnen und ihre Basis zurückzugewinnen.
Ein weiterer Punkt, den Dornauer im Interview anspricht, ist sein umstrittener Jagdausflug mit dem Immobilien-Magnaten René Benko. Er reflektiert selbstkritisch über diesen Vorfall und die negativen Reaktionen, die daraus entstanden sind. Dornauer erkennt, dass dieser Ausflug nicht nur seine persönliche Reputation beeinträchtigt hat, sondern auch das öffentliche Bild seiner politischen Karriere. Er stellt fest, dass es wichtig ist, in der politischen Öffentlichkeit sensibel zu sein und den Eindruck, den eigene Entscheidungen hinterlassen können, ernst zu nehmen.
Abschließend gibt Dornauer Einblicke in seine persönliche politische Zukunft. Trotz der Turbulenzen ist er optimistisch und sieht Möglichkeiten, in der Politik weiterhin aktiv zu sein. Er möchte sich neu orientieren und denkt darüber nach, wie er seinen Einfluss und seine Ideen in einem anderen politischen Umfeld einbringen kann. Dornauer sucht nach Wegen, um weiterhin für progressive Werte und soziale Gerechtigkeit einzutreten, auch wenn dies außerhalb der SPÖ geschehen könnte.