Im Rahmen ihres Besuchs in Vorarlberg hatte die „Krone“ die Gelegenheit, mit der Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) zu sprechen. In dem Gespräch thematisierte Eibinger-Miedl die aktuelle, schwierige Wirtschaftslage im Land. Diese Situation stellt sowohl eine Herausforderung für die Regierung als auch für die Unternehmen dar und fordert umfassende Maßnahmen zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Die Finanzstaatssekretärin äußerte sich besorgt über die anhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die nicht nur Vorarlberg, sondern ganz Österreich betreffen. Die steigenden Lebenshaltungs- und Energiekosten setzen zahlreiche Betriebe unter Druck und erschweren ihre wirtschaftlichen Aktivitäten. Eibinger-Miedl betonte, dass es wichtig sei, die Unternehmen schnellstmöglich zu entlasten, um Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze zu sichern.
Ein zentrales Thema des Gesprächs war die Möglichkeit von Entlastungsmaßnahmen für Unternehmen. Eibinger-Miedl eröffnete, dass die Regierung verschiedene Optionen prüfe, um den Betrieben durch die gegenwärtigen Belastungen zu helfen. Hierzu zählen unter anderem steuerliche Erleichterungen sowie Förderprogramme, die gezielt darauf abzielen, die Liquidität der Unternehmen zu sichern und Investitionen zu unterstützen.
Ein weiterer wesentlicher Punkt, den Eibinger-Miedl angesprochen hat, ist die drohende Deindustrialisierung in Österreich. Sie warnte davor, dass eine Abwanderung von Industriebetrieben ins Ausland drohe, falls keine nachhaltigen Lösungen gefunden werden. Diese Entwicklung könnte nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern auch die gesamte gesellschaftliche Struktur gefährden. Eibinger-Miedl beschrieb die Wichtigkeit, industrielle Arbeitsplätze zu erhalten und die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Unternehmen motiviert werden, in Österreich zu bleiben und sich weiterzuentwickeln.
Die Diskussion beinhaltete auch die Rolle von Innovation und Technologie in der Wirtschaft. Eibinger-Miedl unterstrich die Notwendigkeit, in neue Technologien zu investieren, um die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie zu steigern. Hierbei verwies sie auf bereits laufende Initiativen und Projekte, die darauf abzielen, die Digitalisierungsprozesse in Unternehmen zu fördern und die Investitionen in Forschung und Entwicklung zu steigern.
Abschließend bekräftigte Eibinger-Miedl ihre Zuversicht, dass mit den richtigen Maßnahmen die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen gemeistert werden können. Sie ermutigte Unternehmen, ihre Perspektiven zu erweitern und Chancen zu nutzen, die sich in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung bieten. Nur durch gemeinsames Handeln könne die drohende Deindustrialisierung abgewendet werden und die wirtschaftliche Stabilität für die Zukunft gesichert werden.