Die steirische ÖVP-Chefin Manuela Khom steht momentan aufgrund schwacher Umfrage-Werte im Zentrum der Kritik. In einem Interview mit der „Krone“ äußert sie sich zu verschiedenen Themen, die für ihre Partei und die Koalition von Bedeutung sind.
Ein zentrales Thema des Interviews ist der Umgang der ÖVP mit ihrem Koalitionspartner FPÖ und dessen Verbindungen zum extremen rechten Rand. Khom zeigt sich besorgt über die Entwicklung innerhalb der FPÖ und wie diese das öffentliche Bild der Koalition beeinflussen könnte. Ihrer Meinung nach ist es wichtig, klare Grenzen zu setzen und eine distanzierte Haltung gegenüber extremen Positionen einzunehmen, um die eigenen Wählerinnen und Wähler nicht zu verunsichern.
Des Weiteren äußert sich Khom auch über ihre Verwunderung über die Aussagen des Bundeskanzlers. Sie meint, dass einige Äußerungen unglücklich gewählt sind und nicht mit den Grundwerten der ÖVP übereinstimmen. Khom fordert eine klare Kommunikation und eine gewisse Kongruenz zwischen den Worten und Taten der Regierung. Dies sei essenziell, um das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen und zu halten.
Ein weiterer Punkt, den die ÖVP-Chefin anspricht, ist die Unruhe in ihrer eigenen Partei. Khom glaubt, dass die intern auftretenden Spannungen zum Teil durch die unklaren Positionierungen in der Koalition hervorgerufen werden. Sie setzt sich dafür ein, dass die ÖVP eine einheitliche Linie verfolge, um die eigenen Mitglieder nicht in Unsicherheit zu stürzen. Die Parteiführung müsse transparent kommunizieren und auf die Sorgen der Mitglieder eingehen, um einer weiteren Erosion des Vertrauens vorzubeugen.
Kholm sublinieret zudem die Notwendigkeit, dass die ÖVP sich nicht nur auf die Zusammenarbeit mit der FPÖ konzentrieren sollte, sondern auch eigene Akzente setzen muss. Einige ihrer Initiativen und Vorschläge sollen den Fokus auf soziale Themen und die Anliegen der Bevölkerung lenken, die oft in den Hintergrund gedrängt werden. Sie ist überzeugt, dass die ÖVP durch ein stärkeres Engagement in sozialen Belangen die Wählerinnen und Wähler zurückgewinnen kann.
Zusammenfassend betont Manuela Khom, dass die Herausforderungen, mit denen die ÖVP konfrontiert ist, ernst genommen werden müssen. Eine klare Haltung gegenüber der FPÖ und deren extremen Positionen, ein transparentes Miteinander in der Partei sowie das Setzen von eigenen Akzenten sind für sie der Schlüssel, um das Vertrauen in die ÖVP wiederherzustellen und die Parteibasis zu stärken.
```