Am 22. Oktober 2023 beginnen die Kollektivvertragsverhandlungen für die Handelsangestellten in Österreich. In diesem Kontext hat die GPA-Verhandlerin Linda Keizer klare Forderungen aufgestellt. Sie betont, dass es dringend notwendig sei, eine Gehaltserhöhung zu erreichen, die mindestens der Inflation entspricht. Dieses Anliegen wird durch verschiedene Faktoren untermauert, die den Druck auf die Branche erhöhen und die Arbeitsbedingungen beeinflussen.
Ein wesentlicher Punkt, den Keizer hervorhebt, ist der akute Personalmangel im Handel. Viele Unternehmen kämpfen damit, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden und zu halten. Dies führt zu einer Überlastung der vorhandenen Mitarbeiter, die oft zusätzliche Aufgaben übernehmen müssen. Die Arbeitsverdichtung hat dabei negative Auswirkungen auf die Arbeitszufriedenheit und die Gesundheit der Beschäftigten. Angesichts dieser Herausforderungen fordert die GPA eine angemessene Entlohnung für die Handelsangestellten, um die Attraktivität der Branche zu erhöhen und Anreize für neue Mitarbeiter zu schaffen.
Ein weiterer Faktor, der in den Verhandlungen berücksichtigt werden muss, ist die sinkende Kaufkraft. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer spüren die Auswirkungen der Inflation unmittelbar in ihrem Alltag. Die Preise für alltägliche Güter steigen, wodurch das verfügbare Einkommen der Beschäftigten schrumpft. Keizer beschreibt die Situation als besorgniserregend und betont, dass es keine langfristige Lösung für die Branche geben kann, wenn die Gehälter nicht angepasst werden, um der Inflation Rechnung zu tragen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kollektivvertragsverhandlungen für die Handelsangestellten vor einer Reihe von Herausforderungen stehen. Neben einer gerechten Gehaltserhöhung verlangen die Verhandler auch nach einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen und dem Abbau von Überstunden und Arbeitsverdichtung. Sie hoffen, durch die bevorstehenden Verhandlungen positive Veränderungen zu erreichen, die sowohl den Beschäftigten als auch den Unternehmen zugutekommen.