ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick hat am Montag, dem 16. Oktober 2023, im Rahmen seiner Kaderbekanntgabe für die bevorstehenden Nations-League-Partien Stellung zur umstrittenen Eventarena genommen. Dieses Thema hat in der österreichischen Sportlandschaft für viel Diskussion gesorgt, insbesondere hinsichtlich der geplanten Umsetzung eines neuen Veranstaltungsorts in Wien.
Rangnick äußerte sich kritisch über die Pläne, die Eventarena im Herzen der Stadt zu errichten, und warf den Verantwortlichen, insbesondere Wiens Sportstadtrat Peter Hacker von der SPÖ, vor, nicht genug für die Entwicklung des österreichischen Fußballs zu tun. Ranger, der zuvor in verschiedenen internationalen Ligen Erfahrungen gesammelt hat, betonte die Notwendigkeit von geeigneten Infrastrukturmaßnahmen, um die Talente des Landes zu fördern.
Die Eventarena soll als multifunktionaler Veranstaltungsort dienen und unterschiedlichste Events, von Konzerten bis zu Sportveranstaltungen, ausrichten. Rangnick hinterfragte jedoch die Prioritäten der Stadt und führte an, dass Investitionen in die lokale Fußballkultur und in die Infrastruktur für Jugendmannschaften dringend notwendig seien. Er stellte klar, dass der Fußball in Österreich nur dann gedeihen könne, wenn die richtigen Bedingungen geschaffen werden.
Der Teamchef forderte eine gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten – von den Politikern bis hin zu den Vereinsvertretern –, um die Zukunft des Fußballs in Österreich zu sichern. „Es geht nicht nur um die Eventarena, sondern vor allem um die Unterstützung der Basis“, so Rangnick. Diese Bemerkung könnte als direkte Kritik an dem aktuellen Kurs der Stadt gewertet werden, der möglicherweise mehr auf großangelegte Events statt auf lokale Entwicklung ausgerichtet ist.
Der Sportstadtrat Peter Hacker reagierte bislang nicht öffentlich auf Rangnicks Aussagen. Dennoch könnte diese Thematik in den kommenden Wochen zu weiteren Spannungen zwischen Sportverwaltung und dem österreichischen Fußballverband führen. Rangnick möchte mit seinen Äußerungen eine Diskussion anstoßen, die nicht nur die Eventarena betrifft, sondern auch die gesamte Sportpolitik in Österreich in den Fokus rückt.
Insgesamt zeigt Rangnicks Kritik an der Eventarena, wie wichtig es ist, die Bedürfnisse des österreichischen Fußballs ernst zu nehmen. Der Teamchef hat mit kompetentem Fachwissen und internationaler Erfahrung die Berechtigung, solche Fragen aufzuwerfen und fordert somit eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Rahmenbedingungen des Sports in Wien und ganz Österreich.