Das geplante Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 wird im Dezember 2023 durch eine Mehrheit im EU-Parlament, bestehend aus den Volksparteien, Sozialisten und Liberalen, entschieden. Diese Entwicklung erfolgt, obwohl sie von vielen als Eingriff in die Automobilbranche in Europa wahrgenommen wird. Die Entscheidung, die bereits als „Hintertür“ beschrieben wird, könnte massive Auswirkungen auf die europäischen Autobauer haben und ihre Wettbewerbsfähigkeit in der globalen Automobilindustrie erheblich beeinträchtigen.
Bis zum Inkrafttreten dieses Verbots quält die EU-Kommission die europäischen Automobilhersteller mit immer strengeren Emissionsvorgaben. Diese Vorgaben sind nicht nur schwer umzusetzen, sondern sie führen auch zu extremeren finanziellen Belastungen. Autofirmen, die ihre Emissionsziele nicht einhalten, müssen mit Milliardenstrafen rechnen. Diese drohenden Strafen setzen die Hersteller unter Druck und zwingen sie, kostspielige Anpassungen vorzunehmen, die oft mit entsprechenden technologischen Investitionen verbunden sind.
Die Marktanalyse von Krone+ zeigt jedoch eine interessante Wendung auf: Während die europäischen Hersteller unter diesen Bedingungen leiden, profitieren Unternehmen wie Tesla und BYD. Diese Firmen haben sich strategisch so positioniert, dass sie von dem europäischen Niedergang der traditionellen Autobauer profitieren können. Tesla, das als Pionier in der Elektromobilität gilt, sowie der chinesische Hersteller BYD haben bereits in den letzten Jahren ihre Marktanteile in Europa ausgebaut und könnten nun ihre Gewinne ohne große Anstrengungen weiter steigern. Die nunmehr hohen Strafen für europäische Hersteller könnten dazu führen, dass diese Unternehmen noch weiter zurückfallen, wodurch die Konkurrenzsituation im Markt sich weiter verschärft.
Zusätzlich verdeutlicht die Analyse die horrenden Strafsummen, die jedem Hersteller drohen könnten, wenn sie nicht in der Lage sind, die neuen Emissionsstandards rechtzeitig zu erfüllen. Diese Strafzahlungen könnten, je nach Größe und Marktanteil des Unternehmens, in die Milliardenhöhe gehen und damit die wirtschaftliche Stabilität vieler Hersteller gefährden. Auch historische Marken mit langjähriger Tradition stehen vor der Herausforderung, sich schnellstmöglich an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten.
Insgesamt deutet sich an, dass das Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 sowohl ein Risiko als auch eine Chance für die Automobilindustrie darstellt. Während die einen Hersteller möglicherweise Insolvenz anmelden müssen oder große Einschnitte hinnehmen werden, könnten die anderen als Sieger aus dieser Transformation hervorgehen. Das Augenmerk richtet sich besonders auf die Strategien, die sowohl neue als auch bestehende Unternehmen in den nächsten Jahren entwickeln müssen, um in einem sich schnell verändernden Marktumfeld bestehen zu können.